Grohnde Kampagne
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U28 - Workshop Atommüll
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[Programmflyer] (PDF)

Du bist unter 28 und möchtest mitmachen? Dann melde Dich am besten sofort an. Die Teilnnahme ist begrenzt. Du musst kein Vorwissen zum Thema mitbringen.

 Anmelde-Formular auf der Seite der BUNDjugend.

Die nächsten Termine

 Regionalkonferenz  |  Grohnde-Klage (26.11.17)  |   Termine

Das Nationale Begleitgremium (NBG) als Vermittlerin zwischen Staatsautorität und Mitwirkungsforderungen



Karsten Schmeissner: "Die tägliche Auseinandersetzung vor Ort mit Behörden und Betreibern schafft kein Vertrauen in ein dialogorientiertes Handeln".
Karsten Schmeissner: "Die tägliche Auseinandersetzung vor Ort mit Behörden und Betreibern schafft kein Vertrauen in ein dialogorientiertes Handeln".

Erfahrungen von Karsten Schmeißner:

(8.2.18/KS) „Engagiert und reflektiert kümmern sich die Mitglieder des NBG um ihre Aufgabe als Nahtstelle zwischen den Beteiligten des Standortauswahlverfahrens. Es hat sich gezeigt, dass für sie Transparenz, Offenheit, Unabhängigkeit, Einbindung aller Beteiligten und ein sich Begegnen auf Augenhöhe wichtige Kriterien ihrer Arbeit darstellen“, so das Fazit einer Veranstaltung am Samstag (3.2.) in Berlin.

Als gesellschaftlicher Wächter im Suchprozesses für ein Lager für den hochstrahlenden Atommüll hatte das NBG zu einem BürgerInnen-Dialog eingeladen, um sich über erste Schritte der Standortauswahl, die Rollenverteilung und die Ausgestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung auszutauschen.

Heftige Kritik entbrannte an einem gerade zuvor veröffentlichten Positionspapier des neu errichteten Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), das darin keinen Zweifel ließ an seiner Machtstellung als zentrale Behörde in diesem Prozess. Systemkonforme Kritik am Suchverfahren sei erwünscht, alles andere störend und deshalb nicht zu berücksichtigen, so der Geist des Papiers.

VertreterInnen von Initiativen und Verbänden machten deutlich, dass für sie nur durch konkrete Nachbesserungen im Beteiligungsprozess eine Chance auf verantwortliche Mitwirkung bestünde. Man wolle hier keine Alibifunktion übernehmen. Deshalb müsse das NBG unabhängig bleiben und entsprechende Nachbesserungen einfordern.

Aber kann es das leisten, wo es dem Gesetzgeber lediglich Empfehlungen aussprechen darf?

 

Mehr Infos:  Veranstaltungsbericht auf der Homepage des NBG  | Endlagersuche in Berlin: Ein unfairer Generationenvertrag  |  Atommülllager-Suche: Ein Bundesamt und die „Öffentlichkeit im Standortauswahlverfahren als Beobachter von außen"  |   Positionspapier des BfE

 

Hamelner Umweltausschuss verabschiedet Resolution zur vorzeitigen Stilllegung des AKW Grohnde!

(02.02.18/GS) Der Hamelner Umweltausschuss hatte dem Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. im November 2017 die Möglichkeit eingeräumt, zu dem Resolutionsantrag der Listenverbindung SPD/LINKE/Grüne Stellung zu nehmen (wir berichteten). Es ging dabei um die Resolution zur vorzeitigen Stilllegung des AKW Grohnde, wie sie im Jahr 2017 von insgesamt 17 Kommunen und Landkreisen der Region so oder ähnlich verabschiedet worden war (s. Übersicht).

Kraftwerksleiter Michael Bongartz hatte im alten Jahr zunächst eine Abstimmung über die Resolution erfolgreich verhindert, indem er die Ausschussmitglieder zum Infotermin ins AKW eingeladen hatte (wir berichteten). Ob das unbedingt taktisch günstig war, ist fraglich, denn: Die Antragsteller der Listenverbindung waren zum Zeitpunkt des Antrages im August 2017 noch von 249 meldepflichtigen Ereignissen ausgegangen. Zum Jahresende 2017 war man dann bereits bei 254 Ereignissen angelangt. Damit liegt das AKW Grohnde in der "Spitzengruppe" hinter den AKW Philippsburg 2 und Brokdorf an dritter Stelle.

Um ein informationelles Gegengewicht zum AKW-Betreiber herzustellen, hatte Kläger Peter Leiding gefordert, dass auch ihm und dem Rechtshilfeverein die Möglichkeit geboten werden sollte, dem Ausschuss die Argumente der Atomkraftgegner vorzutragen. Diese Bitte war ihm gewährt worden. Eine Stunde vor Beginn der öffentlichen Umweltausschusssitzung am 31.01.18 konnte Peter Leiding darum in einem halbstündigen Vortrag, gefolgt von einer Diskussion, den Ausschussmitgliedern die Sicht der Kläger erläutern (Vortragsmanuskript).

Positiv: Im öffentlichen Sitzungsteil wurde danach der Resolutionsantrag der Listenverbindung von SPD/LINKE/Grüne zur vorzeitigen Stilllegung des AKW Grohnde mehrheitlich verabschiedet!

Wermutstropfen: Die Resolution muss noch abschließend vom Hamelner Rat verabschiedet werden, um als Beschluss rechtlich wirksam zu werden. Die Chancen hierfür werden angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Rat als eher gering eingeschätzt.

Die Arbeit nach Kräften kreativ weiterentwickeln

(Mi. 31-01.2018) Rege Beteiligung und engagierte Diskussion bei der Regionalkonferenz am letzten Samstag in Hameln. Zur Diskussion stand, wie es ange­sichts eines kleiner werdenden Stamms hochak­tiver Mitstrei­terIn­nen  weitergehen soll. Die Konfe­renz wird zukünf­tig nur noch 3x jährlich tagen, dabei die mitarbei­tenden Gruppen besuchen und sich stärker auf inhaltliche Fragen konzentrieren. Am 26. Mai in Stadthagen wird es um die Arbeit des Anti-Atombündnisses Schaumburg gehen, erste Erfahrungen mit der Endlagersuche, den Stillegungsantrag zum AKW-Grohnde und eine neue Präsentation zur Grohnde-Klage. Im Herbst soll eine Tagung in Salzgitter folgen, möglichst verbunden mit einer Befah­rung der Schachtanlage KONRAD. Aktuell ging es um die Aktivitä­ten zum Fukushima Jahrestag und die Grohnde Klage. Rund um den 7. Jahrestag werden an vielen Orten Veranstaltungen mit dem Film Fukusato - WUNDE HEIMAT stattfinden. Alle Infos hierzu und der Trailer auf unserer Terminseite.

Bei einem gleichzeitigen stattfindenden Treffen in Münster kam eine „Allianz gegen gegen Urananreicherung und Brennelemente­pro­duk­tion“ zusammen, die am 6. Februar eine Mahnwache vor der Staatskanzlei in Düsseldorf durchführen will. Für Samstag, den 6. Juni ist eine weitere Demonstration in Lingen geplant. [Presseerklärung]

Anti-Atomarer Jahresauftakt in Hameln

Plauderei am Buffet
Plauderei am Buffet
Bob Dulas (Gesang), "Fludo" Oppermann (TinWhistle) und Toto Jürgens
Bob Dulas (Gesang), "Fludo" Oppermann (TinWhistle) und Toto Jürgens

(Di. 16-01-2018/DK) Knapp 40 Mitstreiter/innen auf der 3. Anti-Atom-Party im freiRAUM Walkemühle genossen ein tolles Mitbring-Buffet und ein wunderbar aufgelegtes Musik-Ensemble mit Bob Dulas, Toto Jürgens und dem Flötenspieler "Fludo" Oppermann, das in 3 Blöcken und mit Extra-Zugaben das Publikum grandios unterhielt. Davor und zwischendrin tauschte man/frau sich aus mit Gleichgesinnten im Durchschnitts-Alter 55+ (einige Zeitzeugen der "Schlacht um Grohnde" von 1977 waren damals im Kindes- oder Jugendalter) über zurückliegende oder geplante Anti-Atom-Aktionen.

Dazu gab Peter Dickel (wie 2 junge Damen auch aus Braunschweig angereist; andere Gäste kamen aus Gehrden, Bad Salzdetfurth, Salzhemmendorf oder Bad Pyrmont) mit seinem Vortrag starke Impulse, sich für die sofortige Stilllegung des AKW Grohnde im "Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde" und gegen die Einrichtung eines 2. Zwischenlagers zu engagieren: "In der Anti-Atom-Bewegung gab es nach sehr aktiven Phasen mit grosser Beteiligung und Reichweite immer auch Zeiträume, in denen wenige Aktive sich um das Überleben der Initiativen sorgen mussten. Gerade jetzt ist wieder ein Punkt zur Standort-Bestimmung und Selbst-Findung erreicht und daher ist jede(r) aufgerufen, sich neu einzubringen!"

Darüber soll auf der nächsten Regionalkonferenz am Samstag, dem 27. Januar um 11.00 Uhr im Cafe täglich ausführlich gesprochen werden. Zu Beginn der Sitzung wird es einen bebilderten Überblick über die Aktivitäten seit der Gründung des Anti-Atomplenums (2009) und der Regionalkonferenz (2011) geben. Das AntiAtom­ple­num trifft sich bereits an diesem Mittwoch, dem 17. Januar und ausnahmsweise schon um 18.00 Uhr in der Sumpfblume.

Anti-Atom-Bücher: Lese- und Geschenktipps

Sachbücher:

  • Martin Arnold & Urs Fitze, Die strahlende Wahrheit: Vom Wesen der Atomkraft. Rüffer & Rub Sachbuchverlag, Zürich 2015
  • Bernward Janzing, Vision für die Tonne: Wie die Atomkraft scheitert - an sich selbst, am Widerstand, an besseren Alternativen. Picea-Verlag, Freiburg 2016
  • Claudia Kemfert, Das fossile Imperium schlägt zurück: Warum wir die Energiewende jetzt verteidigen müssen. Murmann-Verlag, Hamburg 2017
  • Joachim Radkau & Lothar Hahn, Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft. oekom-Verlag, München 2013
  • Sascha Adamek, Die Atomlüge: Getäuscht, vertuscht, verschwiegen: Wie Politiker und Konzerne die Gefahren der Atomkraft herunterspielen. Heyne-Verlag, München 2011
  • Bernhard Gelderblom, 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" 1977-2017. Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden 2017

Romane:

  • Nicol Ljubic, Ein Mensch brennt. dtv-Verlagsgesellschaft, München 2017
  • Werner Geismar, Cattenom: Das Ende einer Laufzeit. Gardez!-Verlag, Remscheid 2012
  • Elisabeth Filhol, Der Reaktor. Verlag Lutz Schulenburg, Hamburg 2011.
  • Helmut J. L. Mayer, Der Störfall: Macht und Ohnmacht im Atomkraftwerk. Persimplex-Verlag, Wismar 2012. Hinweis: Der Autor war lange Jahre Betriebsleiter im AKW Biblis 2 und weiß daher, wovon er schreibt.

Empfehlung zum Bezug: Entweder bei .ausgestrahlt (einige Direktlinks haben wir oben schon angegeben) oder bei dem Buchhändler Ihres Vertrauens (dazu sollte möglichst nicht amazon gehören!).

Hamelner Umweltausschuss gewährt AKW-Gegnern eigene Stellungnahme zur Grohnde-Resolution

Reimer Schermuly-Opitz überreicht ein Infoblatt an Ausschussmitglieder

(Mi, 08.11.17/GS) Die Listenverbindung aus SPD, Linken und Grünen hatte bei der September-Sitzung des Hamelner Umweltausschusses eine Resolution zur sofortigen Stilllegung des AKW Grohnde zur Abstimmung gestellt. Der als Zuhörer anwesende Michael Bongartz, Leiter des AKW Grohnde, verhinderte erfolgreich die Abstimmung über diesen Antrag, indem er die Ausschussmitglieder für den 4. Dezember zu einem Infotermin in das AKW-Besucherzentrum einlud. Die dahinter stehende Absicht ist klar: Der Betreiber PreussenElektra will alle Einflussmöglichkeiten nutzen, um die Verabschiedung der Stilllegungsresolution zu verhindern. Man kennt das: angenehmes Ambiente, Schnittchen, Kaffee und Kuchen, dazu das geballte Wissen der Kraftwerks-Experten, die selbstverständlich alles im Griff haben.

Aus Gründen der Gleichbehandlung möchte nun Peter Leiding, einer der Kläger gegen die Betriebsgenehmigung des AKW Grohnde, ebenfalls die Möglichkeit bekommen, dem Ausschuss diejenigen Argumente vorzutragen, die für die Verabschiedung der Resolution von Linken, Grünen und SPD sprechen. Daher besuchten am Mittwoch, dem 8.11.17, einige Mitglieder des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. die Sitzung des Hamelner Umweltausschusses. Jedes Ausschussmitglied bekam vor der Sitzung ein Informationsblatt überreicht. Bei der anschließenden Bürgerfragestunde stellte dann Reimer Schermuly-Opitz in Vertretung des erkrankten Peter Leiding die konkrete Frage (in der Datei gelb unterlegt), ob den AKW-Gegnern vom Ausschuss eine „Gegenveranstaltung“ zugestanden würde. Dies wurde vom Ausschuss mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet - Datum, Uhrzeit und Ort der Veranstaltung sind noch zu klären.

[Update 10.12.17] Eine Infoveranstaltung der AKW-Gegner für die Mitglieder des Hamelner Umweltausschusses wird am Mi, 31.01.18 um 15 Uhr im Energietreff der Stadtwerke, Hafenstr. 14 stattfinden. Die Sitzung ist nicht-öffentlich!
Die reguläre (öffentliche) Ausschusssitzung beginnt um 16 Uhr.

"40 Jahre Schlacht um Grohnde" jetzt auch als Buch

(06.11.17/GS) Die von den örtlichen Bürgerinitiativen als friedliche Veranstaltung geplante Anti-Atomkraft-Demo am 19. März 1977 eskalierte und ging als „Schlacht um Grohnde“ in die Geschichte ein. 40 Jahre später hat der Historiker Bernhard Gelderblom zahlreiche Bilder, Dokumente und Erfahrungsberichte für eine umfangreiche Ausstellung über diese Demonstration und die Anti-Atom-Bewegung im Weserbergland zusammengetragen. Diese Ausstellung war bisher in Hameln, Göttingen, Bad Pyrmont zu sehen. Bei Interesse kann sie an weitere Orte ausgeliehen werden.

Vom 16.11.17 bis 28.01.18 kann die Ausstellung im Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg/Weser besichtigt werden.

Inzwischen liegt die Ausstellung auch in Buchform vor. Die Inhalte des Buches sind allerdings wesentlich umfangreicher als die der Ausstellung. Zudem gibt es einen Anhang mit Fotos und Texten zu den Veranstaltungen rund um die Ausstellung (siehe dazu auch unsere Dokumentation zum Geschichtsprojekt).

Die Darstellung der Ereignisse des 19. März 1977 versucht unterschiedliche Sichtweisen – der Demonstranten, der Polizei, der Presse, der Obrigkeit – einzunehmen. Diese Dokumentation ist auch als Aufforderung zu verstehen, die Zeit der 1970er Jahre genauer zu betrachten – die Demokratie erlebte ein erneuerndes Element, indem „Bürgerinitiativen“ direkten Einfluss auf konkrete Entscheidungen des Staates nehmen wollten und – teilweise sehr fantasievoll – Widerstand leisteten.

Tipp: Das ursprünglich angekündigte Erscheinungsdatum Ende November hat sich verschoben. Das Buch wird nach aktuellem Stand erst kurz vor Weihnachten 2017 im Verlag Jörg Mitzkat (Holzminden) erscheinen. Es kann direkt im Verlag oder im Buchhandel bestellt werden und kostet 24,80€. Es eignet sich auch gut als (Weihnachts-)Geschenk für Angehörige oder Freunde!

Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
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AKW-Grohnde: Tödliche Dosis bei Flugzeugabsturz

Physikerin Becker erläutert Gutachten
Physikerin Becker erläutert Gutachten

(Fr, 13-01-2017/GrohndePress) Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe auf das AKW Grohnde können in kurzer Zeit zu so hohen Freisetzungen führen, dass Anwohner tödlich bedroht sind. Das hat die Physikerin Oda Becker in einem Gutachten festgestellt, das am Freitag in Hannover vorgestellt wurde. Seit Oktober 2015 klagen Anwohner aus Grohnde und Boden­werder gegen den Betrieb des AKW. Sie fordern eine zügige Durchführung des Ver­fahrens vor dem OVG Lüneburg und vollständige Aktenvorlage durch das Umwelt­ministerium.

Die Gutachterin hat Auswirkungen eines schweren Unfalls im AKW Grohnde für die Kläger unter­sucht und dabei besonders Abstürze von größeren Verkehrsflugzeugen wie dem Airbus A380 berücksich­tigt. Grundlage waren Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu Flugzeugabstürzen auf AKW von 2002 und eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Fukushima erstellte Studie über die Freisetzungen nach großen Unfällen in deutschen AKW.

Becker: „Durch einen zufälligen oder gezielt herbeigeführten Absturz eines Großflug­zeu­ges kann es zu fünfmal höheren Freisetzungen und einer sehr viel schnelleren Ausbreitung kom­men. Diskutiert wird heute die Evakuierung im Nahbereich innerhalb von 6 Stunden nach einem Unfall, aber selbst dafür gibt es noch keine Planung. Wir reden hier aber von einer Ausbreitung innerhalb von 2 – 3 Stunden.“ Eine rechtzeitige Evakuierung, schreibt Becker in ihrer Stellungnahme, werde voraus­sichtlich nicht erfolgen, „die Strahlendosen sind jedoch so hoch, dass der Kläger zu 2 [Grohnde] selbst im Gebäude eine tödliche Dosis erhalten kann.“ (Seite 38)

Angesichts dieser bedrohlichen Situation kritisiert Kläger Hans-Peter Leiding aus Grohnde die mangelnde Aktenvorlage durch das beklagte Umweltministerium: „Wir wis­sen aus Schrei­ben des Ministeriums, dass es zur Frage des Flugzeugabsturzes Kon­sul­tationen mit der Bundesregierung und wohl auch weitere Berechnungen gegeben hat. Zu den Ergebnissen findet sich aber nichts in den Akten.“ Darum hofft Leiding auf eine alsbaldige Terminierung durch das OVG und eine Aufforderung an das Umweltministerium, endlich alle Akten und Fakten auf den Tisch zu legen.

[Presseinfo als PDF]  [Statement Leiding]

Gutachterliche Stellungnahmen Oda Becker:

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OVG weist Heilkosten-Forderung des Landes ab

(Fr, 09-12-2016/Di) Das Oberverwaltungsgericht Celle hat gestern die Heilkosten-Forderung des Landes Niedersachsen über 15.000,- € gegen einen Aktivisten abgelehnt, der im November 2012 gegen MOX-Transporte nach Grohnde demonstriert hat. Revision wurde nicht zugelassen. Bereits in der mündlichen Verhandlung am 9. November hatte das Gericht Zweifel an den vorgelegten Beweisen der Polizei und der rechtlichen Argumentation des Landes deutlich gemacht und dem Land die Rücknahme der Klage nahe gelegt.

[Bericht mündl. Verhandlung]   [Hintergrund]

Anwohner klagen auf Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März 2015 in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

 

Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

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Termine

Meldepflichtige Ereignisse seit Inbetriebnahme:

254

Stand: 31. Dezember 2017

Quelle: Übersicht beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE)

Anmerkung: Die Statistik der meldepflichtigen Ereignisse beim BfE ist nicht tagesaktuell. Die Zahlen werden immer zur Mitte eines Monats mit dem Stand zum Ende des vorvorigen Monats aktualisiert, also z.B. Mitte November mit dem Stand von Ende September.

Unsere Berichte (seit 2014)

 

17

Kommunen und Landkreise fordern bis jetzt die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde.

Stand:  08. September 2017

[Unsere Übersicht]