Grohnde Kampagne
Sie sind hier: Home

Die nächsten Termine

  • Neuer Termin:  Sa. 01.04.17 | 11.00 Uhr  | Öffentliches Treffen der Regionalkonferenz, Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln

mehr Infos:   Regionalkonferenz     Grohnde-Klage       Termine

Heute vor 40 Jahren:

19. Februar 1977:  Erste Platzbesetzung in Grohnde.  Während in der Wilster Marsch und Itzehoe jeweils Zehntausende gegen den Bau des geplanten AKW-Brokdorf demonstrierten, besetzten in Grohnde plötzlich und unerwartet mehrere Hundert Menschen den Bauplatz und hielten ihn eine Stunde besetzt, bevor sie ihn wieder räumten. Die beiden Demonstrationen um Brokdorf waren Thema erbitterter öffentlicher Auseinandersetzung gewesen. Am Vorabend noch hatte Bun­deskanzler Helmut Schmidt in einer Ansprache zur Tagesschau aufgerufen, wenn man schon gegen Kernkraft demonstrieren wolle, dann solle man nach Itzehoe gehen und sich nicht zum Bau­platz nach Brokdorf aufmachen. Das tat aber die gute Hälfte der Demonstraten doch und wollte sich das demokratische Recht auf Demonstration an einem frei gewählten Ort nicht nehmen lassen. Dafür nahmen sie lange Fußmärsche durch die vereiste Marsch in Kauf, denn Brokdorf war weiträumig abgesperrt. Bundesweit wurde die Platzbesetzung in Grohnde kaum wahr­genommen, vor Ort im Weserbergland aber setzten Menschen mit der beherzten Aktion ein deutliches Zeichen.

In dieser Rubrik wollen wir in den nächsten Monaten an möglichst vielen Tage einen Blick auf die spannenden Ereignisse 1977 werfen. Wer Vorschläge hat oder persönliche Erinnerungen beisteuern möchte, bitte per mail an geschichtsprojekt(ätt)grohnde-kampagne.de

Geschichtsprojekt 40 Jahre "Schlacht um Grohnde"

Geschichts-Ausstellung: Noch fehlen 2337,- €

Dieter Kölkebeck vom AntiAtomPlenum Weserbergland erläutert der Regionalkonferenz die Raumplanung für den 18. März

Bericht von der Regionalkonferenz am Samstag, dem 18. Februar 2017 in Hameln.

(2017-02-19/Di) Kassensturz am Samstag bei der Regionalkonferenz: Spenden in Höhe von 5755,- € sind bisher für das Geschichtsprojekt 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ einge­gan­gen oder wurden zugesagt. Um die technische Realisierung der Ausstellung in Auftrag zu geben, die ab 17. März im Hamelner Münster stehen soll, fehlen jetzt noch exakt 2.337,- €. Damit Spenden ab 250,-€ auf der letzten Tafel namentlich oder mit Logo erwähnt werden kön­nen, brau­chen wir verbindliche Zusagen (genauer Name oder Gremienbezeichnung, Betrag, ggfs. Logo) bis Freitag, den 24. Fe­bruar, 12.00 Uhr an geschichtsprojekt(ätt)grohnde-kampagne.de . Wir freuen uns natürlich auch über weitere Spen­den, die können dann aber leider nicht mehr erwähnt werden.       [Bericht von der Regionalkonferenz weiterlesen]

Spenden mit Stichwort „Geschichtsprojekt“ bitte auf das von der AG Schacht KONRAD treuhänderich geführte Konto der Regionalkonferenz GLS Bank | IBAN: DE49 4306 0967 4067 8836 01 Dafür gibt es dann auch eine steuerwirksame Spendenquittung. [Spendenbrief mit allen Infos]

Nächste Regionalkonferenz:  Sa., 01. April (kein Scherz), 11.00 Uhr,  Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln (in der Fußgängerzone)

250. meldepflichtiges Ereignis in Grohnde – Erneut Probleme im Sicherheitssystem

(Mi.,1.2.17/KS) Als gerade einer von vier Sicherheitssträngen wegen bevorstehender Wartungsarbeiten abgeschaltet war, fiel in der vergangenen Woche bei einem zweiten Strang eine elektronische Baugruppe aus. Das hatte zur Folge, dass zwischenzeitlich nur noch die zur Störfallbeherrschung notwendigen zwei zur Verfügung standen. Es handelte sich hier um eine Situation, die laut Berichten des Betreibers Preussen-Elektra und des Niedersächsischen Umweltministeriums (NMU) das Kriterium E 2.1.1 (Eilt) gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) hervorrief.

Bei Eintreten eines solchen Ereignisses im Leistungsbetrieb kann laut AtSMV der Betrieb der Anlage oder der Teilanlage aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden. Hätte der Reaktor also heruntergefahren werden müssen? Diese Frage hat die Regionalkonferenz an das NMU gestellt und erwartet nun eine Erklärung.

Altersschwäche, immer wieder Probleme im Sicherheitsbereich der Anlage und eine Reihe weiterer seit langem bekannter Schwachstellen – was muss noch passieren, dass Umweltminister Wenzel endlich handelt und die sofortige Stilllegung veranlasst?

Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
zum Seitenanfang

AKW-Grohnde: Tödliche Dosis bei Flugzeugabsturz

Physikerin Becker erläutert Gutachten
Physikerin Becker erläutert Gutachten

(Fr, 13-01-2017/GrohndePress) Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe auf das AKW Grohnde können in kurzer Zeit zu so hohen Freisetzungen führen, dass Anwohner tödlich bedroht sind. Das hat die Physikerin Oda Becker in einem Gutachten festgestellt, das am Freitag in Hannover vorgestellt wurde. Seit Oktober 2015 klagen Anwohner aus Grohnde und Boden­werder gegen den Betrieb des AKW. Sie fordern eine zügige Durchführung des Ver­fahrens vor dem OVG Lüneburg und vollständige Aktenvorlage durch das Umwelt­ministerium.

Die Gutachterin hat Auswirkungen eines schweren Unfalls im AKW Grohnde für die Kläger unter­sucht und dabei besonders Abstürze von größeren Verkehrsflugzeugen wie dem Airbus A380 berücksich­tigt. Grundlage waren Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu Flugzeugabstürzen auf AKW von 2002 und eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Fukushima erstellte Studie über die Freisetzungen nach großen Unfällen in deutschen AKW.

Becker: „Durch einen zufälligen oder gezielt herbeigeführten Absturz eines Großflug­zeu­ges kann es zu fünfmal höheren Freisetzungen und einer sehr viel schnelleren Ausbreitung kom­men. Diskutiert wird heute die Evakuierung im Nahbereich innerhalb von 6 Stunden nach einem Unfall, aber selbst dafür gibt es noch keine Planung. Wir reden hier aber von einer Ausbreitung innerhalb von 2 – 3 Stunden.“ Eine rechtzeitige Evakuierung, schreibt Becker in ihrer Stellungnahme, werde voraus­sichtlich nicht erfolgen, „die Strahlendosen sind jedoch so hoch, dass der Kläger zu 2 [Grohnde] selbst im Gebäude eine tödliche Dosis erhalten kann.“ (Seite 38)

Angesichts dieser bedrohlichen Situation kritisiert Kläger Hans-Peter Leiding aus Grohnde die mangelnde Aktenvorlage durch das beklagte Umweltministerium: „Wir wis­sen aus Schrei­ben des Ministeriums, dass es zur Frage des Flugzeugabsturzes Kon­sul­tationen mit der Bundesregierung und wohl auch weitere Berechnungen gegeben hat. Zu den Ergebnissen findet sich aber nichts in den Akten.“ Darum hofft Leiding auf eine alsbaldige Terminierung durch das OVG und eine Aufforderung an das Umweltministerium, endlich alle Akten und Fakten auf den Tisch zu legen.

[Presseinfo als PDF]  [Statement Leiding]

Gutachterliche Stellungnahmen Oda Becker:

zum Seitenanfang

"Schlacht um Grohnde" als historische Landmarke

Historiker Gelderblom / Demo-Foto
Historiker Gelderblom / Demo-Foto

(Mo, 19-12-2016) „Das ist nicht mehr viel Zeit“, mahnte Bernhard Gelderblom beim Treffen des Geschichts­projektes 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ am letzten Samstag. Bei dem Historiker und versierten Ausstellungsmacher laufen alle Fäden für die Ausstellung zusammen, die ab Freitag, dem 17. März in der Münster-Kirche in Hameln gezeigt werden soll. In den vergangenen Monaten gab es viele spannende Gespräche, Berge von Material sind zusammen gekommen, Ordner, Fotos, Plakate und vieles mehr, sorgsam verwaltet von Dieter Kölkebeck vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland. Samstag stand die Sichtung von Fotos im Vordergrund, bis zum nächsten Treffen am 7. Januar sollen zu den einzelnen Abschnitten Textvorschläge vorliegen. Gelderblom macht nicht nur Druck, sondern hat da auch klare Qualitätsvorstellungen.

Die Ausstellung soll aus 20 – 40 sog. RollUps bestehen, einer Technik, die es ermöglicht, sie später auch unkomplziert an anderen Orten zu zeigen. Wieviele Tafeln es schließlich werden, hängt weniger vom Material ab, als von den Kosten. Rund 250,-€ braucht das Projekt für die Produktion jedes RollUps. Spenden erwünscht.     [weiterlesen]

OVG weist Heilkosten-Forderung des Landes ab

(Fr, 09-12-2016/Di) Das Oberverwaltungsgericht Celle hat gestern die Heilkosten-Forderung des Landes Niedersachsen über 15.000,- € gegen einen Aktivisten abgelehnt, der im November 2012 gegen MOX-Transporte nach Grohnde demonstriert hat. Revision wurde nicht zugelassen. Bereits in der mündlichen Verhandlung am 9. November hatte das Gericht Zweifel an den vorgelegten Beweisen der Polizei und der rechtlichen Argumentation des Landes deutlich gemacht und dem Land die Rücknahme der Klage nahe gelegt.

[Bericht mündl. Verhandlung]   [Hintergrund]

Anwohner klagen auf Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März 2015 in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

Grohnde-Newsletter bestellen

Der newsletter mit aktuellen Informationen der Regionalkonferenz
"AKW Grohnde abschalten" wird ca. monatlich verschickt.


 

Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

Spenden!

Hier kann man online spenden.

Online-Spenden Regionalkonferenz
Button benutzen, Stichwort: Grohnde.
Mehr zum Thema Spenden .