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Newsarchiv 2017

6. Fukushima-Jahrestag: 5 AKW in Deutschland evakuiert

(Sa. 11-03-2017) Pünktlich zum 6. Fukushima-Jahrestag demonstrierte gestern die staatliche Atomaufsicht, dass auch in Deutschland Katastrophen jederzeit möglich sind: Mitarbeiter aus fünf AKW mußten evakuiert werden, weil der Funkkontakt zu einem Flugzeug abgerissen war, das Deutschland aus Ungarn kommend nach Belgien überflog.

"Die Bevölkerung wurde aber erst gar nicht informiert", kritisiert Peter Leiding aus Grohnde, der genau wegen dieser Gefahren seit mehr als einem Jahr vor dem OLG Lüneburg gegen den Betrieb des AKW klagt: "Das Szenario eines terroristischen Flugzeugabsturzes hat das Umweltministerium selbst nach dem 11.09.2001 nicht in die Lastannahmen der AKW aufgenommen. Und heute?  Da wurden Atomkraftwerke genau wegen solch einer Gefahr geräumt. Es handelt sich also doch nicht nur um eine abstrakte Gefahr, wie gerne behauptet wird."

AktivistInnen von RobinWood und ContrAtom hatten das AKW Brokdorf seit den Morgenstunden blockiert und erlebten die Evakuierung hautnah: "Die Polizei war total überfordert. Bei einem Tor versuchte sie die Leute zu überzeugen, das Feld zu räumen, wegen dem Alarm (na toll sehr großer Unterschied ob ich mich am AKW verstrahlen lasse oder ein paar km weiter in einer Turnhalle, die als Sammelpunkt fungiert), beim anderen Tor wurden die Aktivist*innen im Zusammenhang mit dem Alarm nicht mal angesprochen oder informiert, weder durch Polizei noch durch den Betreiber. Also war das eine Tor wohl "sicher"! Hätte der Unfall nur auf's Haupttor Auswirkung gehabt? - Die Polizei hat für die evakuierten Mitarbeiter*innen Taxi zum Sammelpunkt gespielt. Sie wurden nach Ende des Alarms dann auch durch die Polizei wieder ins AKW kutschiert. Die Blockade wurde mehrere Stunden nach Ende des Alarms und Schichtwechsel am Nachmittag gegen 14:30 Uhr durch die Aktivist*innen selbst beendet."

Viele Tausend Menschen beteiligen sich seit gestern wieder an hunderten Aktivitäten zum Gedenken der Opfer und Demonstrationen gegen Atomenergie. Eine erste Demonstration mit 800 TeilnehmerInnen fand bereits vor einer Woche in Heilbronn statt. Veranstaltungen in der Region, bundesweit und international finden sich in unserer Terminliste. Wir würden uns über Infos und Fotos freuen, um hier in der nächsten Woche zusammenfassend zu berichten.

Kollage mit Fotos der Demo gegen Castor-Transporte auf dem Neckar, 04. März 2017. Fotos: neckarwestheim.antiatom.net

800 in Heilbronn gegen Neckar-Castor

(04-03-2017) 800 Menschen haben heute in Heilbronn gegen den geplanten Castor-Transport auf dem Neckar vom AKW Obrigheim in das Zwischenlager in Neckarwestheim demonstriert. Die Polizei sprach von rund 650 Teilnehmern,  das Bündnis "Neckar castorfrei", von 800. "So oder so", schreibt die Heilbronner Stimme: "Das Bündnis mobilisierte mehr Demonstranten als erwartet." Bericht zur Demo und Infos zu den geplanten Transporten auf auf der Seite des Bündnis "Neckar castorfrei"

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