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"Schlacht um Grohnde" als historische Landmarke

Historiker Gelderblom / Demo-Foto
Historiker Gelderblom / Demo-Foto

(Mo, 19-12-2016) „Das ist nicht mehr viel Zeit“, mahnte Bernhard Gelderblom beim Treffen des Geschichts­projektes 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ am letzten Samstag. Bei dem Historiker und versierten Ausstellungsmacher laufen alle Fäden für die Ausstellung zusammen, die ab Freitag, dem 17. März in der Münster-Kirche in Hameln gezeigt werden soll. In den vergangenen Monaten gab es viele spannende Gespräche, Berge von Material sind zusammen gekommen, Ordner, Fotos, Plakate und vieles mehr, sorgsam verwaltet von Dieter Kölkebeck vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland. Samstag stand die Sichtung von Fotos im Vordergrund, bis zum nächsten Treffen am 7. Januar sollen zu den einzelnen Abschnitten Textvorschläge vorliegen. Gelderblom macht nicht nur Druck, sondern hat da auch klare Qualitätsvorstellungen.

Die Ausstellung soll aus 20 – 40 sog. RollUps bestehen, einer Technik, die es ermöglicht, sie später auch unkompliziert an anderen Orten zu zeigen. Wieviele Tafeln es schließlich werden, hängt weniger vom Material ab, als von den Kosten. Rund 250,-€ braucht das Projekt für die Produktion jedes RollUps. Spenden erwünscht.

„Eigentlich müßte man die Fotos alle zeigen“, meinte ein Teilnehmer. Aber das geht natürlich nicht. Die Ausstellung soll einen Überblick geben über die Auseinandersetzung um das AKW Grohnde von Anfang der 70er Jahren bis heute, mit einem klaren Schwerpunkt auf die Jahre 1977 – 1979, als Grohnde auch in der bundesweiten Auseinandersetzung eine wichtige Rolle spielte. „Die 'Schlacht um Grohnde' ist für uns so eine Art historische Landmarke“, sagt Peter Dickel, einer der Initiatoren des Projektes: „Ein einschneidendes Erlebnis, das exemplarisch steht für die damalige Auseinandersetzung und an das sich viele Menschen noch erinnern können. Es geht um persönliche Erinnerungen, aber eben auch um gemeinsame Erfahrungen. Immerhin spielte die Auseinandersetzung um die Atomenergie nicht nur in der Biographie vieler Menschen sondern auch in der Entwicklung der Zivilgesellschaft der alten BRD eine große Rolle. Verbunden mit der Entwicklung der Erneuerbaren Energie, ökologisch orientierter Wissenschaft, neuer Formen demokratischer Einmischung und vielem mehr. All das ist ja durch den Beschluß aus der Atomenergie auszusteigen nicht einfach abgehakt.“

Außer der Ausstellung im Hamelner Münster (17.3.- 07.04.2017) sind bisher ein „Geschichtsmarkt“ am 18. März im Kulturzentrum Sumpfblume geplant und ein Gottesdienst am 19. März. Darüber hinaus gibt es viele Ideen und Anregungen.

Arbeitstreffen des Geschichtsprojektes 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" am 17. Dezember in Hameln. Rechts: Historiker Gelderblom, links: Dieter Kölkebeck vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland.
Arbeitstreffen des Geschichtsprojektes 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" am 17. Dezember in Hameln. Rechts: Historiker Gelderblom, links: Dieter Kölkebeck vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland.

Weißt Du noch . . . ???

Damit aus Geschichten, so wie man sie sich abends beim Bier erzählt, Geschichte wird, müssen die Geschichten erstmal erzählt werden. Und es braucht Leute, die zuhören, mit mehr oder weniger Distanz oder auch mit ganz anderen Erfahrungen und Sichtweisen. Das versuchen wir mit dem Geschichtsprojekt 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" anzuregen. Zu einer ersten Vorstellung des Projektes laden wir für kommenden Samstag, den 12. November, 10.00 - 12.00 Uhr nach Hameln ins Cafe täglich in der Osterstraße 41 (Fußgängerzone) ein. Geplant ist für März/April 2017 eine Ausstellung im Hamelner Münster, eine größere offene Veranstaltung im Kulturzentrum Sumpfblume ("Geschichtsmarkt") und ein Gottesdienst am 19. März. Mehr wäre möglich, Anregungen zum Projekt, Fotos, Filme und Material sind hochwillkommen. Und natürlich die eigenen Erinnerungen, Geschichten und Erfahrungen.

Samstag. 12.11.  | 10.00 - 12.00 Uhr  |  Geschichtsprojekt 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" stellt sich vor, Interessierte sind herzlich eingeladen [Einladung], Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln

Kontakt:

geschichtsprojekt(ätt)grohnde-kampagne.de | 0174 - 3576821 (Peter Dickel)

Spenden für das Geschichtsprojekt:

GLS Bank | IBAN: DE49 4306 0967 4067 8836 01 | Stichwort „Geschichtsprojekt“
AG Schacht KONRAD e.V.  


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Die AG Schacht Konrad e.V. führt treuhänderisch ein Pro­jektkonto. Spenden auf dieses Konto sind steuerbegünstigt.

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