Die nächsten Termine

 Regionalkonferenz  |  Grohnde-Klage (27.06.17)  |   Termine

16 Kommunen und Landkreise

fordern bisher von Bund und Land Niedersachsen die beschleunigte Stilllegung des AKW Grohnde, 14 in Ostwestfalen-Lippe (OWL / NRW), in Niedersachsen bisher nur die Stadt und der Landkreis Göttingen.

In 7 OWL-Kommunen wurden entsprechende Anträge abgelehnt und in 5 OWL-Kommunen von der Tagesordnung abgesetzt.

In weiteren 4 Kommunen bzw. Landkreisen, alle in Niedersachsen, sind Anträge noch in der Beratung oder in Vorbereitung. [Unsere Übersicht]

Wachsender Unmut über Nieders. Atomverwaltung

  • Dieter Kölkebeck zeigt lange Liste der Störfälle im AKW Grohnde

(Mo. 22-05-2017) Dieter Kölkebeck mußte sich ordentlich recken, als er der Regio­nal­konferenz am Samstag die lange Liste der Störfälle des AKW Grohnde für 2016 vor Augen führte. Deutlich wurde in der Diskussion wachsender Unmut über die nieders. Atomverwaltung spürbar. Seit Beginn der Legislatur­periode Anfang 2013 hatte sich die Regionalkonferenz um einen konstruk­ti­ven Dialog bemüht. Der ist mittlerweile versandet. Anfragen zu aktuellen Störfällen werden zwar regelmäßig, aber spät, recht allgemein oder mit nicht überprüfbaren Be­hauptungen beantwortet und Probleme kleingeredet, wie es hieß. Die Klä­rung von Sachfragen ist schwierig, die wirkliche Brisanz von Ereignissen wird oft erst Monate später deutlich. Hingewiesen wurde auch auf die AKW-Evakuierung im Rahmen sog. Renegade-Alarme (wie berichtet zuletzt am 10. März 2017 ), mit denen staatlicherseits die Katastrophen­ge­fahr durch äußere Angriffe zugegeben wird, ohne dass Maßnahmen zum Schutz der Öffentlichkeit ergriffen werden. Die Regionalkonferenz wird sich daher in Zukunft wieder verstärkt auf eigene Expertise stützen und schneller mit angemessenen Aktionen reagieren. Hierzu wurden konkrete Maßnahmen beschlossen. Berichtet wurde, das noch mehr Kommunen Grohnde-Reso­lutionen diskutiert haben, ein Update erfolgt hier in Kürze. Ein weiteres Thema war das Geschichtsprojekt. Die Aus­stel­lung 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ steht noch bis diesen Freitag, den 26. Mai in Bad Pyrmont und danach für weitere Einsätze zur Verfügung. Kontakt und Infos unter ausstellung(ätt)grohnde-kampagne.de. Konkret wurde die Radtour Grohnde - Tihange zur Menschenkette Aachen – Tihange am So., dem 25. Juni geplant. Sie beginnt am Montag zuvor um 10.00 Uhr am umstrittenen deutschen AKW Grohnde und führt in Tagesetappen von jeweils rund 75 KM über Bielefeld, Hamm, Duisburg und Jülich zum umstrittenen belgischen AKW Tihange. Alle Details und Anmeldung schon jetzt auf der Homepage http://grohnde-tihange.apgw.de/ und im Laufe der Woche gibt es dann auch hier Infos und Material zum Weitergeben. Die nächste Regionalkonferenz findet am Samstag, dem 15. Juli statt.

Waldbrand. Im Hintergrund: AKW Fukushima.

Fukushima: Waldbrände gelöscht ?

(Fr. 12-05-2017) Nach Informationen japanischer Behörden sind die am 29. April ausgebrochenen, schweren Waldbrände, jetzt zumindest in der Region Fukushima gelöscht. 5.000 Einsatzkräfte und 150 Flugzeuge seien beteiligt gewesen. Die Strahlenwerte seien "relativ konstant", heißt es. Greenpeace-Experten Heinz Smital, der selbst regelmässig Messungen in Fukushima durchführt, hält das durchaus für möglich, da es dort durch die Katastrophe ohnehin eine hohe Belastung gäbe. Die Gefahr sei aber, dass die im Boden gebundenen radioaktiven Partikel durch den Brand aufgewirbelt und inkorporiert wurden.  Mehr Infos:  [juliane-dickel.de]

Grohnde-Klage: Land will bis Mitte Mai erwidern

27. Mai 2017: Veranstaltung zur Grohnde Klage in Blomberg
Gestern in Blomberg: Infos zur Grohnde Klage

(Fr. 28-04-2017) Auf mehrfache Nachfrage des Gerichtes (OVG Lüneburg) hat das Land jetzt zugesagt, seine Klageerwiderung im Verfahren um den Entzug der Betriebsgenehmigung für das AKW Grohnde bis Mitte Mai (2017) vorzulegen. Die Klage war bereits im Oktober 2015 von Anwohnern eingereicht und Mitte 2016 ausführlich begründet worden. Die Kläger drängen auf eine baldmöglichste mündliche Verhandlung.

Am Donnerstag, 27.04. informierten Kläger Peter Leiding (Grohnde) und Karsten Schmeißner vom Rechtshilfefonds auf einer gut besuchten Veranstaltung in Blomberg. [Veranstaltungsbericht]

Renegade-Alarm bestätigt Katastrophen-Gefahr

Goettingen: Widerstandswurm und Kundgebung
Göttingen: Widerstandswurm und Kundgebung
Zeitzeugin Katsuragi spricht am Schacht KONRAD
Zeitzeugin Katsuragi spricht am Schacht KONRAD
Mahnwache der Wenningser Widerständischen Songgruppe
Mahnwache der Wenningser Widerständischen Songgruppe
Detmold: Infostand zu Grohnde
Detmold: Infostand zu Grohnde
Gedenkstein in Blomberg
Gedenkstein in Blomberg

(Mo. 13-03-2017***) Auch 2017 wurde bei hunderten Veran­staltungen Fukushima gedacht und gegen Atomenergie demonstriert. Demonstrationen u.a. in Berlin, Düsseldorf, Göttingen und Hamburg statt. In Göttingen zog der gelbe Widerstandswurm durch die Stadt, der auch schon in Grohnde und Hameln dabei war. Abends  stilles Gedenken mit Teezeremonie und Lesung. In japanischer Tradition schwammen Lichter auf dem Teich im Cheltenhampark, berichtet die Anti-Atom-Initiative. Mahnaktionen etwa am Schacht KONRAD in Salzgitter oder Wennigsen (Deister). Dort wird am Donnerstag, dem 16. März um 19.30 Uhr im Begegnungszentrum Hirtenstraße die Doku „Power To Change“ gezeigt. Am Infostand des Klimaforums Detmold war angesichts der  Evakuierungen deutscher AKW die Sorge über mögliche Folgen eines Flugzeugabsturzes auf den benachbarten Reaktor Thema. In Blomberg stellten Vertreter der Grünen-Fraktion einen Gedenkstein auf, der an die Opfer der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima erinnern soll. Bereits im vergangenen Jahr wurden an gleicher Stelle eine Birke und ein Kirschbaum gepflanzt.
Wir würden uns über weitere Fotos und Berichte von Aktionen freuen, denn Medien berichteten – wenn überhaupt – nur örtlich. Weitere Termine zum Fukushima-Jahrestag und überhaupt in unserer Terminliste.

Überschattet wurde der Jahrestag vom Bekanntwerden eines sog. Renegade-Alarms: Weil der Funkkontakt zu einem Flugzeug abgebrochen war, wurden zahlreiche Atomanlagen in Deutschland evakuiert. In solchen Fällen werde von der Möglichkeit eines terroristischen Angriffs durch ein gekapertes Flugzeug ausgegangen. In solchen Fällen ? - Obwohl staatliche Stellen bemüht waren, Details geheim zu halten, wurde klar: Das war nicht der erste Alarm dieser Art. Bekannt geworden sei der Vorfall auch nur, weil in Brokdorf wie berichtet zeitgleich 30 Demonstranten gegen Atomkraft protestierten und die Evaku­ie­rung beobachteten, berichtete die Hannoversche Allgemeine und: „Renegade“-Fälle kämen rund 20-mal pro Jahr vor, meistens gäbe es sehr schnell Entwarnung, äußerst selten sei, dass Atomkraftwerke evakuiert werden. [siehe auch Bericht auf umweltfairaendern.de]. Das Bekanntwerden der Renegade-Alarme dürfte für die Auseinandersetzung um den Weiterbe­trieb von Atomanlagen in Deutschland verschärfen. Geprüft werden sollen jetzt u.a. rechtliche Konsequenzen.

"Die Bevölkerung wurde aber erst gar nicht informiert", kritisiert Peter Leiding aus Grohnde, der genau wegen dieser Gefahren seit mehr als einem Jahr vor dem OVG Lüneburg gegen den Betrieb des AKW klagt: "Das Szenario eines terroristischen Flugzeugabsturzes hat das Umweltministerium selbst nach dem 11.09.2001 nicht in die Lastannahmen der AKW aufgenommen. Und heute?  Da wurden Atomkraftwerke genau wegen solch einer Gefahr geräumt. Es handelt sich also doch nicht nur um eine abstrakte Gefahr, wie gerne behauptet wird."

Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
Link zur Sat1-Meldung am 13. Januar
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AKW-Grohnde: Tödliche Dosis bei Flugzeugabsturz

Physikerin Becker erläutert Gutachten
Physikerin Becker erläutert Gutachten

(Fr, 13-01-2017/GrohndePress) Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe auf das AKW Grohnde können in kurzer Zeit zu so hohen Freisetzungen führen, dass Anwohner tödlich bedroht sind. Das hat die Physikerin Oda Becker in einem Gutachten festgestellt, das am Freitag in Hannover vorgestellt wurde. Seit Oktober 2015 klagen Anwohner aus Grohnde und Boden­werder gegen den Betrieb des AKW. Sie fordern eine zügige Durchführung des Ver­fahrens vor dem OVG Lüneburg und vollständige Aktenvorlage durch das Umwelt­ministerium.

Die Gutachterin hat Auswirkungen eines schweren Unfalls im AKW Grohnde für die Kläger unter­sucht und dabei besonders Abstürze von größeren Verkehrsflugzeugen wie dem Airbus A380 berücksich­tigt. Grundlage waren Gutachten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zu Flugzeugabstürzen auf AKW von 2002 und eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach Fukushima erstellte Studie über die Freisetzungen nach großen Unfällen in deutschen AKW.

Becker: „Durch einen zufälligen oder gezielt herbeigeführten Absturz eines Großflug­zeu­ges kann es zu fünfmal höheren Freisetzungen und einer sehr viel schnelleren Ausbreitung kom­men. Diskutiert wird heute die Evakuierung im Nahbereich innerhalb von 6 Stunden nach einem Unfall, aber selbst dafür gibt es noch keine Planung. Wir reden hier aber von einer Ausbreitung innerhalb von 2 – 3 Stunden.“ Eine rechtzeitige Evakuierung, schreibt Becker in ihrer Stellungnahme, werde voraus­sichtlich nicht erfolgen, „die Strahlendosen sind jedoch so hoch, dass der Kläger zu 2 [Grohnde] selbst im Gebäude eine tödliche Dosis erhalten kann.“ (Seite 38)

Angesichts dieser bedrohlichen Situation kritisiert Kläger Hans-Peter Leiding aus Grohnde die mangelnde Aktenvorlage durch das beklagte Umweltministerium: „Wir wis­sen aus Schrei­ben des Ministeriums, dass es zur Frage des Flugzeugabsturzes Kon­sul­tationen mit der Bundesregierung und wohl auch weitere Berechnungen gegeben hat. Zu den Ergebnissen findet sich aber nichts in den Akten.“ Darum hofft Leiding auf eine alsbaldige Terminierung durch das OVG und eine Aufforderung an das Umweltministerium, endlich alle Akten und Fakten auf den Tisch zu legen.

[Presseinfo als PDF]  [Statement Leiding]

Gutachterliche Stellungnahmen Oda Becker:

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OVG weist Heilkosten-Forderung des Landes ab

(Fr, 09-12-2016/Di) Das Oberverwaltungsgericht Celle hat gestern die Heilkosten-Forderung des Landes Niedersachsen über 15.000,- € gegen einen Aktivisten abgelehnt, der im November 2012 gegen MOX-Transporte nach Grohnde demonstriert hat. Revision wurde nicht zugelassen. Bereits in der mündlichen Verhandlung am 9. November hatte das Gericht Zweifel an den vorgelegten Beweisen der Polizei und der rechtlichen Argumentation des Landes deutlich gemacht und dem Land die Rücknahme der Klage nahe gelegt.

[Bericht mündl. Verhandlung]   [Hintergrund]

Anwohner klagen auf Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März 2015 in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

 

Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen