Meldepflichtige Ereignisse

2017

250. meldepflichtiges Ereignis in Grohnde – Erneut Probleme im Sicherheitssystem

(Mi.,1.2.17/KS) Als gerade einer von vier Sicherheitssträngen wegen bevorstehender Wartungsarbeiten abgeschaltet war, fiel in der vergangenen Woche bei einem zweiten Strang eine elektronische Baugruppe aus. Das hatte zur Folge, dass zwischenzeitlich nur noch die zur Störfallbeherrschung notwendigen zwei zur Verfügung standen. Es handelte sich hier um eine Situation, die laut Berichten des Betreibers Preussen-Elektra und des Niedersächsischen Umweltministeriums (NMU) das Kriterium E 2.1.1 (Eilt) gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) hervorrief.

Bei Eintreten eines solchen Ereignisses im Leistungsbetrieb kann laut AtSMV der Betrieb der Anlage oder der Teilanlage aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden. Hätte der Reaktor also heruntergefahren werden müssen? Diese Frage hat die Regionalkonferenz an das NMU gestellt und erwartet nun eine Erklärung.

Altersschwäche, immer wieder Probleme im Sicherheitsbereich der Anlage und eine Reihe weiterer seit langem bekannter Schwachstellen – was muss noch passieren, dass Umweltminister Wenzel endlich handelt und die sofortige Stilllegung veranlasst?

2016

Montagefehler bei Nachkühlpumpe war Ursache für mehrwöchigen AKW-Stillstand im Frühjahr!

Querschnitt durch eine Nachkühlpumpe - das Laufrad ist gelb dargestellt.

(15.08.16/GS) Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags hatte am 8. August eine „Unterrichtung durch die Landesregierung über das Ergebnis der Revision im AKW Grohnde“ auf der Tagesordnung. Zu diesem Punkt wurde auch ein von der Regionalkonferenz an Umweltminister Wenzel gerichteter Fragenkatalog beantwortet.

[Update 12.09.16/GS] Die offizielle Niederschrift zu diesem Tagesordnungspunkt kann an dieser Stelle nachgelesen werden. Die 10 Fragen der Regionalkonferenz werden ab Seite 21 der Niederschrift beantwortet. Die Nachfragen der Abgeordneten nebst Antworten finden sich ab Seite 22 der Niederschrift.

Vieles war bereits in den Wochen vorher bekannt worden, z.B. dass sich Teile einer defekten Nachkühlpumpe im hoch radioaktiven Primärkühlkreis verteilt hatten (wir berichteten am 29.5.16). Es gab jedoch auch brisante Neuigkeiten über die Ursache der Havarie zu berichten: Eine Laufradmutter an einer der vier Nachkühlpumpen hatte sich gelöst, weil (a) die Laufradmutter mit dem falschen Drehmoment angezogen worden war und (b) ein Sicherungsblech an der Mutter nicht vorschriftsmäßig fixiert worden war. Dies führte zu Schädigungen von verschiedenen Pumpenkomponenten mit Materialabtrag.

Den durchgeführten Untersuchungen zufolge hatte sich die Laufradmutter bereits am 15.4. gelöst; der beginnende Materialabtrag war aber erst vier Tage später am 19.4. festgestellt worden. Nach dem Wiederanfahren der Anlage am 18.4. hatten sich Metallteile mit einem Gesamtgewicht von ca. 20kg im Primärkühlkreislauf verteilt und mussten in einer aufwändigen Reinigungsaktion in den folgenden Wochen wieder herausgefiltert werden.

Dazu mussten unter anderem alle 193 Brennelemente des Reaktorkerns entladen und visuell auf Schäden untersucht werden. Außerdem mussten alle vier 19 Meter hohen Dampferzeuger mit insgesamt 16.000 Heizrohren überprüft werden. Es galt dabei eine Gesamtfläche von über 18.000 qm zu inspizieren. Da die Wandstärke der Heizrohre nur 1,2 mm beträgt, lässt sich leicht vorstellen, welche Schäden kleine Metallstücke dort hätten anrichten können. Durch eine Leckage im Dampferzeuger wäre z.B. radioaktives Wasser aus dem Primärkreislauf in den Sekundärkreislauf eingetreten und hätte den nicht-nuklearen Teil des Kraftwerks in der Maschinenhalle verseucht.

Besonders brisant ist die Tatsache, dass der Montagefehler am Pumpenlaufrad bereits seit der letzten Inspektion der 4 Nachkühlpumpen im Jahr 2009 bestand, also 7 Jahre lang unentdeckt geblieben war!

Fazit: Eine einzige falsch montierte Laufradmutter führte zu einem mehrwöchigen Anlagenstillstand: Insgesamt war das AKW von Anfang April bis Mitte Juni vom Netz. Da bei den jährlichen Revisionen bei weitem nicht alle Anlagenteile untersucht werden (können), kann sich so ein Vorfall jederzeit an anderer Stelle wiederholen!

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AKW Grohnde schon wieder vom Netz! [Update]

Die fehlende Dampffahne der beiden Kühltürme zeigt an, wenn sich das AKW nicht im Leistungsbetrieb befindet.
Brief an Umweltminister Wenzel

(01.08.16/GS) Kaum war das AKW Grohnde Mitte Juni 2016 nach 10-wöchigem Stillstand wieder ans Netz gegangen, da passierte schon die nächste Panne. Nur einen Tag nach dem Wiederanfahren des Reaktors gab es am 17.06. einen erneuten Zwischenfall aufgrund einer undichten Verschraubung im nuklearen Hilfssystem der Anlage (lt. Mitteilung des niedersächsischen Umweltministeriums (NMU). Die Kraftwerksleistung musste daraufhin kurzfristig reduziert werden, um den Druck im System zu mindern.

Aber auch in den darauf folgenden Wochen wurde weiter mit reduzierter Leistung gefahren, was dafür spricht, dass man die Systembelastung bewusst nicht voll ausreizen wollte. Die Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" nahm dies zum Anlass, in einem Brief an Minister Wenzel (s. rechts) um Aufklärung über die Gründe für die reduzierte Systemleistung zu bitten.

Am 1. August gab nun das NMU bekannt, dass die Anlage am 30.07. wegen eines meldepflichtigen Ereignisses erneut vom Netz genommen werden musste. Grund: Wiederum hatte es eine Leckage gegeben, diesmal im Bereich der Hauptkühlmittelleitung im nuklearen Teil der Anlage. Zitat NMU: "Die Anlage kann erst nach erfolgter Reparatur und Ursachenklärung und Durchführung aller erforderlichen Übertragbarkeitsprüfungen wieder den Betrieb aufnehmen." Damit ist gemeint, dass alle Teile der Anlage mit vergleichbarer Funktion überprüft werden müssen, an denen ähnliche Leckagen auftreten könnten – und das kann dauern ...

Der nächste Vorfall ist vermutlich nur eine Frage der Zeit – kein Wunder bei einer mehr als 30-jährigen Anlage, die zunehmend in die Jahre kommt und bei der sich immer mehr Verschleiß im System bemerkbar macht.

[Update] Am Montag, dem 8. August, werden die Vorfälle während und nach der Frühjahrsrevision im AKW Grohnde im Umweltausschuss des nds. Landtags thematisiert. Laut Mitteilung des Umweltministeriums wird auch auf die Fragen aus dem Schreiben der Regionalkonferenz (s. oben) eingegangen.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 14 Uhr; der Bericht über Grohnde kommt unter TOP 6 (Behandlung voraussichtlich nicht vor 15 Uhr).

Ort: Erweiterungsgebäude des Landtages, Hannover, Leinstraße 30, Sitzungszimmer 1105

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Stillstand geht weiter: Steht Grohnde vor dem Aus?

(29.5.16/KS) Noch einmal wird ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben. Laut aktueller Presseinfo des Niedersächsischen Umweltministeriums plant E.on das Wiederanfahren nun am 13. Juni. Seit Beginn der Revisionsarbeiten Anfang April steht die Anlage jetzt still. Immer wieder wurde ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben mit der Begründung, die Arbeiten im Zusammenhang mit der beschädigten Nachkühlpumpe seien noch nicht abgeschlossen. Bliebe es tatsächlich beim aktuell angekündigten Termin, wäre der Reaktor dann rund zweieinhalb Monate außer Betrieb. Offensichtlich ist es ein äußerst komplizierter Vorgang, alle Metallteile, die sich an der beschädigten Pumpe gelöst haben, aus dem Primärkreislauf des Reaktors wieder herauszufiltern. Bleiben derartige Fremdkörper im Kreislauf zurück, können sie sich dort frei bewegen und Schäden mit unkalkulierbaren Ausmaßen verursachen. Der Primärkreislauf steht als Hauptkühlmittelkreislauf in Verbindung mit den Brennelementen, ist mit radioaktiven Stoffen hoch belastet und darf als geschlossenes System keine Radioaktivität nach außen freisetzen.

Diese Situation wirft einige entscheidende Fragen auf:

In welchem Betriebszustand des Reaktors haben sich die Metallteile von der Pumpe gelöst? Wie groß war zu dem Zeitpunkt die Gefahr von Folgeschäden? Ist es überhaupt technisch möglich, die gefährlichen Fremdkörper aus dem Hauptkühlmittelkreislauf restlos zu entfernen? Wie kann dieses hochkomplexe Kühlsystem bis in den letzten Winkel hinein auf Rückstände überprüft werden? Ist nicht jetzt, wo die unkalkulierbare Gefahr im Herzen des Reaktors lauert, der Zeitpunkt für die Atomaufsicht gekommen, das von diesem Schaden ausgehende Gefährdungspotential so einzustufen, dass ein Weiterbetrieb für immer auszuschließen ist?

Diese Fragen und die weitere Planung zum „Nie wieder anfahren“ will die Regionalkonferenz am Samstag, den 4. Juni in Hameln in einer öffentlichen Beratung besprechen. Bereits bei einer Protestaktion am 25. Mai ebenfalls in Hameln konnte auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht werden.

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Schluss mit Flickschusterei – Grohnde endlich stilllegen !

(KS/11.5.16) Der alarmierende Befund einer ausgefallenen Kühlpumpe im AKW Grohnde zieht weitere Untersuchungen nach sich und wird die nun schon vier Wochen andauernde Stillstandsphase bis zum 5. Juni ausdehnen. Offensichtlich hat Umweltminister Wenzel in seiner Aufsichtsfunktion neue Anordnungen getroffen. E.on wird jetzt die vier im Primärkreislauf befindlichen Dampferzeuger und die zum Einsatz vorgesehenen Brennelemente prüfen.

Zwar begrüßen die Vertreter der Regionalkonferenz die atomaufsichtlichen Aktivitäten. Jedoch ersetzen die geplanten Überprüfungen nicht annähernd die dringend erforderlichen Maßnahmen bezüglich der anlageninternen Schwachstellen, schlummernder Defekte, alterungsbedingter Ausfälle und des unzureichenden Schutzes gegen Terrorgefahren von innen und außen.

Die grundsätzliche Gefahrensituation des AKW Grohnde bleibt somit bestehen, ein Unfall mit erhöhter radioaktiver Freisetzung ist nicht auszuschließen. Deshalb braucht es keine Scheinlösungen, die ein Gefühl von Sicherheit suggerieren. Es gibt nur eine Lösung für größtmögliche Sicherheit: Die sofortige Stilllegung.

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Ausgefallene Nachkühlpumpe: Regionalkonferenz fordert von Minister Wenzel Sofortmaßnahmen

(KS/27.4.16) Als Konsequenz auf den Ausfall der Nachkühlpumpe hat Umweltminister Wenzel als Leiter der zuständigen Atomaufsicht jetzt umfangreiche Untersuchungen an dem Bauteil angeordnet [NMU-Presseinfo] . Das reicht den Vertretern der Regionalkonferenz jedoch nicht. Sie schickten gestern einen Brief an den Minister, in dem sie ihn aufforderten, unverzüglich Maßnahmen anzuordnen, die den anlageninternen Notfallschutz zu jeder Zeit voll gewährleisten.

Notfallschutzmaßnahmen sollen sicherstellen, dass bei einem schweren Ereignis gravierende Auswirkungen auf die Umgebung vermieden bzw. vermindert werden. Es gibt aber erhebliche Zweifel an deren Funktionsfähigkeit und Durchführbarkeit. Das stellte die Reaktorsicherheitskommission bei Sicherheitsüberprüfungen in Deutschen Atomkraftwerken unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima fest, und auch die Physikerin Oda Becker stellt in ihrer Schwachstellenanalyse zum AKW Grohnde das reibungslose Funktionieren der Notfallschutzmaßnahmen dort in Frage.

Durch den Alterungsprozess kommt es in Grohnde nun immer häufiger zu Störungen und Defekten in der Anlage, die oft nicht sofort entdeckt werden. So kann unter den gegebenen Voraussetzungen in einer Notsituation bereits ein vermeintlich harmloser Schaden unermessliche Auswirkungen haben. An dieser Stelle ist die Atomaufsicht gefordert, unverzüglich die entsprechenden Maßnahmen anzuordnen – bis hin zum Entzug der Betriebsgenehmigung!

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Revision im AKW Grohnde: Schon wieder Befunde!

(KS/21.4.16) Immer wieder werden bei den turnusmäßig stattfindenden Revisionsarbeiten im AKW Grohnde Störungen und Defekte festgestellt. Dieses Mal sind es Undichtigkeiten an Verschraubungen im Volumenregelsystem und eine von vier Nachkühlpumpen, die sich nicht einschalten lässt. „Auf einer Veranstaltung zum Thema Alterungsmanagement im Herbst 2014 behaupteten die Betreiber, mit ihren Überprüfungs- und Managementverfahren alles im Griff zu haben. Doch die Realität zeigt etwas anderes: Offensichtlich schlummern häufig Defekte in ihrer Anlage in Grohnde, die von keinem Kontrollsystem erfasst werden und somit mindestens bis zu den Revisionsarbeiten unentdeckt bleiben. Das ist besorgniserregend und muss die Niedersächsische Atomaufsicht endlich alarmieren, entsprechende Maßnahmen anzuordnen“, sagt Karsten Schmeißner von der Regionalkonferenz.

Dass in Grohnde etwas nicht stimmt, war erst aufgefallen, als zwei Tage nach dem geplanten Revisionsabschluss am 17. April noch immer kein Rauch über den Kühltürmen sichtbar war. Erst auf Nachfrage in Fachkreisen erfuhr die Regionalkonferenz von den Vorfällen. Und erst dann veröffentlichten e.on gestern (am 20.4.) und das NMU heute (am 21.4.) entsprechende Pressemitteilungen. Es heißt, dass die Arbeiten noch zwei Wochen andauern werden. „Es kann nicht sein, dass die Öffentlichkeit erst Tage später informiert wird. Die Bevölkerung hat das Recht, unmittelbar nach Bekannt werden solcher Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt zu werden,“ so Karsten Schmeißner weiter. Erinnert sei an die Beinahe-Katastrophe vom April 2014 im Französischen AKW Fessenheim. Erst jetzt, zwei Jahre später, ist es Journalisten gelungen, den Vorfall aufzudecken.

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2015

Neues meldepflichtiges Ereignis im AKW Grohnde

(26.10.15/KS) Heute vermeldet das Niedersächsische Umweltministerium auf seiner Homepage einen Befund an einem Notstromdiesel. Ein Kühlwasserregler musste wegen einer Schwergängigkeit ausgetauscht werden, die Zuziehung eines externen Sachverständigen wird geprüft. Das Wiederanfahren der Anlage musste deshalb um drei Tage verschoben werden.

Nachdem bereits im Frühjahr eine Undichtigkeit in einem System zur Behandlung von kontaminiertem Abwasser festgestellt wurde, verweist die „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ erneut eindringlich auf die Alterungsproblematik dieser nun seit 30 Jahren in Betrieb befindlichen Anlage. Erst im Herbst des vergangenen Jahres erklärten Experten der Betreiber und Behörden auf einer Sicherheitskonferenz zu diesem Thema, dass mit entsprechenden Prüfungs- und Überwachungskonzepten alterungsbedingte Gefahren ausgeschlossen werden können.

Doch immer wieder schlummern Störungen in der Anlage, die erst dann entdeckt werden, wenn an der entsprechenden Stelle eine Kontrolle stattfindet. Sicherheit, auf die die Menschen dieser Region sich wirklich verlassen können, ist erst dann zu erwarten, wenn das AKW endlich stillgelegt ist.

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Hitzewelle bringt AKW-Betreiber ins Schwitzen

(Do., 06.08.15 / US) Die steigenden Wasser-Temperaturen in den Flüssen könnten bald zur Abschaltung deutscher Atomkraftwerke führen. Wie Umweltminister Wenzel gestern mitteilte, stand das AKW Grohnde bereits im Juli kurz davor. [WDR Studio Bielefeld] Dem Betreiber E.ON kann das nicht gefallen, schließlich hat das Betriebsergebnis von Grohnde spürbar nachgelassen.

Während E.ON nur ungern über Geld spricht, veröffentlichte nun der Mitgesellschafter, die Stadtwerke Bielefeld, einbrechende Gewinne aus dem Betrieb von Grohnde. Der Verfall des Marktpreises und die Brennelementesteuer schmälerten das Ergebnis für die Stadtwerke seit 2011 um 100 Millionen Euro. [Westfalen Blatt] [Schaumburger Zeitung]

Grohnde bezieht sein Kühlwasser aus der Weser. Diese hatte Anfang Juli 26,2° C. Bei der Wiedereinleitung ist das Wasser wärmer als zuvor. Dabei darf der Grenzwert von 28° C nicht überschritten werden, da ansonsten der Sauerstoffgehalt im Fluss so niedrig werden würde, dass Tiere und Pflanzen dauerhaft geschädigt werden würden. Bei dem baden-württembergischen AKW Neckarwestheim 2 am Neckar kann die Situation bald ähnlich kritisch werden. Die andern noch laufenden AKW haben mehr Spielraum, da Donau, Rhein und Elbe mehr Wasser führen. Doch gerade das Zusammenwirken anhaltender Hitze mit langen Trockenperioden, wie in diesem Jahr, kann auch hier Auswirkungen haben. In Frankreich ist das Problem seit Jahren akut. Trotz 58 laufender Reaktoren musste schon mehrmals Strom importiert werden - die AKW hatten hitzefrei. [Text: www.ag-schacht-konrad.de,  Foto: AxelHH - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons ]

2014

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(Di., 29-04-2014/Di) Während der Revisionsarbeiten im Atomkraftwerk Grohnde ist heute ein Millionenschaden am Generator festgestellt worden. Bis zum Austausch des Generators kann der Reaktor nicht wieder in Betrieb gehen. Wie lange das dauern kann ist offen, bisher ist die Rede von "einige Wochen länger als geplant". Der Reaktor war am vergangenen Freitag planmässig abgeschaltet worden, um die jährlichen Instandhaltungs- und Putzarbeiten durchzuführen und einen Teil der Brennelemente auszutauschen. Dabei sollen auch wieder besonders gefährliche Plutonium-MOX-Brennelemente eingesetzt werden. Mit einer Mahnwache hatten Gruppen der Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten am vergangenen Samstag gefordert: Endlich abschalten !  -  Erste Reaktion heute: Gut das der Defekt nicht im laufende Betrieb eingetreten ist.

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