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Grohnde-Klage: Niedersachsen bestätigt Klärungsbedarf

(Do., 06-08-2015) In einem Brief hat das Niedersächsische Umweltministerium jetzt eine veränderte Gefährdung von AKWs durch Flugzeugabstürze indirekt bestätigt.

Anwohner aus Grohnde und Bodenwerder hatten im März beantragt, dem AKW Grohnde die Betriebsgenehmigung zu entziehen und dabei insbe­son­dere auf die gewachsene Gefahr durch Einwirkungen von außen hingewiesen. Das Niedersächsische Umweltministerium teilte in einem Schreiben vom 30. Juli jetzt mit, dass es für die Bescheidung den Antrag noch 6 Wochen benötige, weil Ende August eine Bund-Länder-Beratung stattfinde, bei der es inbesondere um „den terroristischen Flugzeugabsturz gehen soll“.

„Indirekt bestätigt das unsere Auffassung, dass es sich hier um eine neue Entwicklung handelt, die nicht nach Aktenlage entschieden werden kann“, erklärt Peter Dickel für den Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde. Die AntragstellerInnen werden den Bescheid des Landes in sechs Wochen abwarten, sind aber weiterhin darauf vorbereitet, die Frage dann auch gerichtlich klären zu lassen.

Hitzewelle bringt AKW-Betreiber ins Schwitzen

(Do., 06.08.15 / US) Die steigenden Wasser-Temperaturen in den Flüssen könnten bald zur Abschaltung deutscher Atomkraftwerke führen. Wie Umweltminister Wenzel gestern mitteilte, stand das AKW Grohnde bereits im Juli kurz davor. [WDR Studio Bielefeld] Dem Betreiber E.ON kann das nicht gefallen, schließlich hat das Betriebsergebnis von Grohnde spürbar nachgelassen.

Während E.ON nur ungern über Geld spricht, veröffentlichte nun der Mitgesellschafter, die Stadtwerke Bielefeld, einbrechende Gewinne aus dem Betrieb von Grohnde. Der Verfall des Marktpreises und die Brennelementesteuer schmälerten das Ergebnis für die Stadtwerke seit 2011 um 100 Millionen Euro. [Westfalen Blatt] [Schaumburger Zeitung]

Grohnde bezieht sein Kühlwasser aus der Weser. Diese hatte Anfang Juli 26,2° C. Bei der Wiedereinleitung ist das Wasser wärmer als zuvor. Dabei darf der Grenzwert von 28° C nicht überschritten werden, da ansonsten der Sauerstoffgehalt im Fluss so niedrig werden würde, dass Tiere und Pflanzen dauerhaft geschädigt werden würden. Bei dem baden-württembergischen AKW Neckarwestheim 2 am Neckar kann die Situation bald ähnlich kritisch werden. Die andern noch laufenden AKW haben mehr Spielraum, da Donau, Rhein und Elbe mehr Wasser führen. Doch gerade das Zusammenwirken anhaltender Hitze mit langen Trockenperioden, wie in diesem Jahr, kann auch hier Auswirkungen haben. In Frankreich ist das Problem seit Jahren akut. Trotz 58 laufender Reaktoren musste schon mehrmals Strom importiert werden - die AKW hatten hitzefrei. [Text: www.ag-schacht-konrad.de,  Foto: AxelHH - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons ]

Lesungen in Blomberg mit großartigem Spendenergebnis !

(Di., 28-07-2015) An drei Sonntagen in Folge hat Claudia Staubach jetzt im Namen des Rechtshilfefonds in ein leer stehendes Ladenlokal in Blomberg eingeladen, um interessierten Zuhörern unterschiedliche atomkritische Texte vorzustellen.

Die Bereitschaft zur Unterstützung der Grohnde-Klage war beachtlich: Insgesamt 1.145,- €  wurden am Ende der Veranstaltungen gespendet, weitere 1.000,- € in Aussicht gestellt.

Ein interessanten Beispiel, wie man auch in kleineren Orten und mit eigenen Mitteln ins Gespräch kommen, informieren und Spenden einwerben kann.

Konto des Rechtshilfefonds:

GLS Bank | IBAN: DE 58 430609674085839400 | Atomerbe Grohnde e.V.

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Im Rechtshilfefonds fehlen nur noch wenige tausend Euro!

Klagebesprechung bei Dr. Ulrich Wollenteit (ganz rechts) in Hamburg

(Mo., 27-07-2015) An diesem Mittwoch, dem 29. Juli entscheidet der Rechtshilfefonds auf seiner Mitgliederversammlung in Hameln über die Finanzierung der Grohnde-Klage. Sollte der Niedersächsische Umweltminister dem AKW nicht noch kurzfristig und unerwartet die Betriebsgenehmigung entziehen, wie dies von den Klägern im März beantragt wurde, wollen sie Anfang August Unterlassungsklage vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg erheben. Das haben die Kläger am vergangenen Freitag in Hamburg mit ihrem Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wollenteit und Vertretern des Rechtshilfefonds besprochen.
Nach einigen Neu-Aufnahmen, die am Mittwoch auf der Tagesordnung stehen, wird der Fonds 37 Mitglieder und verbuchte oder zugesagte Spenden von fast 8.000,- € haben, insgesamt also über annähernd 45.000,-€ verfügen. Damit ist das Ziel, den Fonds mit 50.000,-€ auszustatten, zum Greifen nahe.

Wer kurzentschlossen noch Mitglied werden oder (größere) Spenden anmelden möchte und natürlich auch bei Fragen:  eMail an  rechtshilfefonds(ätt)grohnde-kampagne.de

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MOX-Transport 2012: Zeug_innen gesucht.

(Fr., 10-07-2015) Vor dem Landgericht Hannover fordert das Land Niedersachsen jetzt von einem Aktivisten 20.000,-€ Schadensersatz wegen des MOX-Transportes im November 2012. Zur Ermittlung des Sachverhaltes suchen wir Zeug_innen.

Am 18./19.11.2012 fand ein MOX-Transport zum AKW Grohnde statt. Im Rahmen der Proteste gelang es einem Aktivisten, sich kurz vor Erreichen des AKW Grohnde ca. in Höhe des Infocenters unter dem LKW anzuketten. Der Aktivist wurde von technischen Kräften der Polizei unter dem LKW losgeschnitten, wobei dessen Hände und Unterarme in einem Metallrohr steckten.
Dem Aktivisten wird vorgeworfen, dass er sich nach Loslösen unter dem Transporter gegen Polizeibeamte, die ihn vom Ort wegbringen wollten, gewehrt haben soll. Hierbei will sich einer der Beamten angeblich beim Wegtragen des Aktivisten die Hand verletzt haben. Das Land Niedersachsen fordert nun vor dem Landgericht Schadensersatz und Behandlungskosten in Höhe von knapp 20.000,- €.

Zur Rekonstruktion des genauen Ablaufs der Ankettaktion und des Polizeieinsatzes werden dringend Zeuginnen oder Zeugen gesucht. Insbesondere der Zeitraum unmittelbar nach dem Loslösen des Aktivisten unter dem LKW bis zum Abtransport zur Wache ist von entscheidendem Interesse. Gibt es Personen, die die Szene beobachtet und noch Erinnerung daran haben, insbesondere an das Verhalten der Polizei? Gibt es möglicherweise sogar noch Bild- oder Videoaufzeichnungen ?


 Falls dies der Fall ist oder jemand sonst Hinweise hierzu geben kann,
 Infos  bitte möglichst umgehen an info(ätt)grohnde-kampagne.de .


Anwohner fordern Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

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"AKW Grohnde abschalten" wird ca. monatlich verschickt.


 

Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen