Grohnde Kampagne
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Die nächsten Termine

  • Mi. 07.12.2017  |   19.00 - 21.00 Uhr  |  Mitgliedervers. Rechtshilfefonds, Kulturzentrum Sumpfblume, Am Stockhof 2a, 31785 Hameln
  • Sa. 28.01.2017  | 11.00 - 16.00 Uhr  | Öffentliches Treffen der Regionalkonferenz, Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln

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MOX-Heilkostenverfahren: Gericht zieht Seriosität von Polizei-Beweisen in Zweifel

Rechtsanwalt Nickel vor dem OLG Celle

(Do. 10-11-2016/Di) Im Berufungsverfahren gegen eine Heilkostenforderung des Landes Niedersachsen gegen einen Teilnehmer der Anti- MOX-Proteste 2012 in Grohnde hat der Vorsitzende Richter Saathoff dem Land nahegelegt, die Klage zurück zu ziehen und sich dabei sehr kritisch zu vorgelegten Polizei-Beweisen geäußert: In den Polizei-Videos fehlen jeweils die entscheidenden Sekunden. Das Land besteht jedoch auf einer Entschei­dung, die das OLG am 8. Dezember verkündet will. Rechtsanwalt Nickel (Foto) aus Bielefeld, der den Beklagten vertritt, geht nach den Äußerungen des Gerichtes davon aus, dass es die Forderung und Klage des Landes ablehnen wird. [ausführlicher Bericht]  [Filmbericht N3/Hallo Niedersachsen]

Weißt Du noch . . . ???

Damit aus Geschichten, so wie man sie sich abends beim Bier erzählt, Geschichte wird, müssen die Geschichten erstmal erzählt werden. Und es braucht Leute, die zuhören, mit mehr oder weniger Distanz oder auch mit ganz anderen Erfahrungen und Sichtweisen. Das versuchen wir mit dem Geschichtsprojekt 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" anzuregen. Zu einer ersten Vorstellung des Projektes laden wir für kommenden Samstag, den 12. November, 10.00 - 12.00 Uhr nach Hameln ins Cafe täglich in der Osterstraße 41 (Fußgängerzone) ein. Geplant ist für März/April 2017 eine Ausstellung im Hamelner Münster, eine größere offene Veranstaltung im Kulturzentrum Sumpfblume ("Geschichtsmarkt") und ein Gottesdienst am 19. März. Mehr wäre möglich, Anregungen zum Projekt, Fotos, Filme und Material sind hochwillkommen. Und natürlich die eigenen Erinnerungen, Geschichten und Erfahrungen.

Samstag. 12.11.  | 10.00 - 12.00 Uhr  |  Geschichtsprojekt 40 Jahre "Schlacht um Grohnde" stellt sich vor, Interessierte sind herzlich eingeladen [Einladung], Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln

30 Jahre sind genug: Initiativen fordern Stilllegung

  • Bewegung stärkt sich
  • Initiativen nehmen Stellung

(Fr. 09-09-2016/Di) Es mutete fast wie ein Picknick an, als sich Bürgerinitiativen gestern am AKW in Grohnde niederließen. Der Grund: Niedersachsens Umweltminister Wenzel war seit Mittag im AKW und wollte sich danach äußern. Die Polizei (dpa: drei Streifenpolizisten und zwei Staatsschutzbeamte) brauchte gleichwohl einen spontanen Anmelder, der dann ordnungsgemäß darüber belehrt wurde, dass sich niemand am Zaun festketten dürfe.

Dr. Angelika Claussen erläuterte den anwesenden Journalisten die Position der Initiativen: 30 Jahre seien für jedes Kraftwerk genug und angesichts der nicht endenden Kette von Vorfällen (siehe Presseinfo) sei es an der Zeit, das AKW-Grohnde endgültig stillzulegen.

Kurz nach 15.00 Uhr bekräftigte dann Wenzel seine Position, dass die Optimierung der Sicherheit bis zum letzten Betriebstag gelte und dass sein Haus auch nicht davor zurückschrecke, die Anlage stillzulegen, wenn dies sicherheitsbedingt erforderlich sei. Klare Worte gegen das Auslaufen der Brennelemente-Steuer zum Jahresende, dagegen wolle er sich politisch einsetzen.

Schließlich kam auch der Betriebsleiter vor die Tür, im Anzug und zünftig mit Helm (wozu man den auch immer vor dem AKW braucht) und bat die Journalisten zu einem Statement ins Haus. Vor allem, berichteten Journalisten anschließend, habe er Bedauern über den tödlichen Arbeitsunfall geäußert, der jüngst stattfand. Denken sie daran, die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen früher vom Netz zu nehmen, wollte ein Journalist wissen? „Nie“. Nun ja, das wissen wir besser.

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Montagefehler bei Nachkühlpumpe war Ursache für mehrwöchigen AKW-Stillstand im Frühjahr!

Querschnitt durch eine Nachkühlpumpe - das Laufrad ist gelb dargestellt.

(15.08.16/GS) Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags hatte am 8. August eine „Unterrichtung durch die Landesregierung über das Ergebnis der Revision im AKW Grohnde“ auf der Tagesordnung. Zu diesem Punkt wurde auch ein von der Regionalkonferenz an Umweltminister Wenzel gerichteter Fragenkatalog beantwortet.

[Update 12.09.16/GS] Die offizielle Niederschrift zu diesem Tagesordnungspunkt kann an dieser Stelle nachgelesen werden. Die 10 Fragen der Regionalkonferenz werden ab Seite 21 der Niederschrift beantwortet. Die Nachfragen der Abgeordneten nebst Antworten finden sich ab Seite 22 der Niederschrift.

Vieles war bereits in den Wochen vorher bekannt worden, z.B. dass sich Teile einer defekten Nachkühlpumpe im hoch radioaktiven Primärkühlkreis verteilt hatten (wir berichteten am 29.5.16). Es gab jedoch auch brisante Neuigkeiten über die Ursache der Havarie zu berichten: Eine Laufradmutter an einer der vier Nachkühlpumpen hatte sich gelöst, weil (a) die Laufradmutter mit dem falschen Drehmoment angezogen worden war und (b) ein Sicherungsblech an der Mutter nicht vorschriftsmäßig fixiert worden war. Dies führte zu Schädigungen von verschiedenen Pumpenkomponenten mit Materialabtrag.

Den durchgeführten Untersuchungen zufolge hatte sich die Laufradmutter bereits am 15.4. gelöst; der beginnende Materialabtrag war aber erst vier Tage später am 19.4. festgestellt worden. Nach dem Wiederanfahren der Anlage am 18.4. hatten sich Metallteile mit einem Gesamtgewicht von ca. 20kg im Primärkühlkreislauf verteilt und mussten in einer aufwändigen Reinigungsaktion in den folgenden Wochen wieder herausgefiltert werden.

Dazu mussten unter anderem alle 193 Brennelemente des Reaktorkerns entladen und visuell auf Schäden untersucht werden. Außerdem mussten alle vier 19 Meter hohen Dampferzeuger mit insgesamt 16.000 Heizrohren überprüft werden. Es galt dabei eine Gesamtfläche von über 18.000 qm zu inspizieren. Da die Wandstärke der Heizrohre nur 1,2 mm beträgt, lässt sich leicht vorstellen, welche Schäden kleine Metallstücke dort hätten anrichten können. Durch eine Leckage im Dampferzeuger wäre z.B. radioaktives Wasser aus dem Primärkreislauf in den Sekundärkreislauf eingetreten und hätte den nicht-nuklearen Teil des Kraftwerks in der Maschinenhalle verseucht.

Besonders brisant ist die Tatsache, dass der Montagefehler am Pumpenlaufrad bereits seit der letzten Inspektion der 4 Nachkühlpumpen im Jahr 2009 bestand, also 7 Jahre lang unentdeckt geblieben war!

Fazit: Eine einzige falsch montierte Laufradmutter führte zu einem mehrwöchigen Anlagenstillstand: Insgesamt war das AKW von Anfang April bis Mitte Juni vom Netz. Da bei den jährlichen Revisionen bei weitem nicht alle Anlagenteile untersucht werden (können), kann sich so ein Vorfall jederzeit an anderer Stelle wiederholen!

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AKW Grohnde schon wieder vom Netz! [Update]

Die fehlende Dampffahne der beiden Kühltürme zeigt an, wenn sich das AKW nicht im Leistungsbetrieb befindet.
Brief an Umweltminister Wenzel

(01.08.16/GS) Kaum war das AKW Grohnde Mitte Juni 2016 nach 10-wöchigem Stillstand wieder ans Netz gegangen, da passierte schon die nächste Panne. Nur einen Tag nach dem Wiederanfahren des Reaktors gab es am 17.06. einen erneuten Zwischenfall aufgrund einer undichten Verschraubung im nuklearen Hilfssystem der Anlage (lt. Mitteilung des niedersächsischen Umweltministeriums (NMU). Die Kraftwerksleistung musste daraufhin kurzfristig reduziert werden, um den Druck im System zu mindern.

Aber auch in den darauf folgenden Wochen wurde weiter mit reduzierter Leistung gefahren, was dafür spricht, dass man die Systembelastung bewusst nicht voll ausreizen wollte. Die Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" nahm dies zum Anlass, in einem Brief an Minister Wenzel (s. rechts) um Aufklärung über die Gründe für die reduzierte Systemleistung zu bitten.

Am 1. August gab nun das NMU bekannt, dass die Anlage am 30.07. wegen eines meldepflichtigen Ereignisses erneut vom Netz genommen werden musste. Grund: Wiederum hatte es eine Leckage gegeben, diesmal im Bereich der Hauptkühlmittelleitung im nuklearen Teil der Anlage. Zitat NMU: "Die Anlage kann erst nach erfolgter Reparatur und Ursachenklärung und Durchführung aller erforderlichen Übertragbarkeitsprüfungen wieder den Betrieb aufnehmen." Damit ist gemeint, dass alle Teile der Anlage mit vergleichbarer Funktion überprüft werden müssen, an denen ähnliche Leckagen auftreten könnten – und das kann dauern ...

Der nächste Vorfall ist vermutlich nur eine Frage der Zeit – kein Wunder bei einer mehr als 30-jährigen Anlage, die zunehmend in die Jahre kommt und bei der sich immer mehr Verschleiß im System bemerkbar macht.

[Update] Am Montag, dem 8. August, werden die Vorfälle während und nach der Frühjahrsrevision im AKW Grohnde im Umweltausschuss des nds. Landtags thematisiert. Laut Mitteilung des Umweltministeriums wird auch auf die Fragen aus dem Schreiben der Regionalkonferenz (s. oben) eingegangen.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 14 Uhr; der Bericht über Grohnde kommt unter TOP 6 (Behandlung voraussichtlich nicht vor 15 Uhr).

Ort: Erweiterungsgebäude des Landtages, Hannover, Leinstraße 30, Sitzungszimmer 1105

 

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Regionalkonferenz initiiert Geschichtsprojekt

(Mi, 06-07-2017) Das geplante Projekt 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz am vergan­genen Samstag in Hameln. Am 19. März 1977 kam es zu teils heftigen Auseinan­der­setzungen zwischen 15.000 Demon­stran­ten, die z.T. versuchten den Bau­platz zu besetzen und der Po­li­zei; betroffen waren auch Anwohner, Spaziergänger und Schaulustige.

Mit meh­reren Veranstaltungen wollen wir im März 2017 den langen Bogen vom Beginn der Auseinan­der­setzung vor dem Bau des AKW bis heute schlagen, nach Erinnerungen und heutiger Relevanz fragen. Wir suchen dazu fachliche Koope­ra­tionspartnerInnen. Ein erstes Projekttreffen soll im August in Hameln stattfinden.

Weiteres Thema waren die jüngsten Zwischenfälle im AKW Grohnde, das nach unserem Eindruck auch nach ver­län­gerter Revision noch nicht rund läuft. Da eine öffentliche Information im Umweltausschuss des Niedersächsischen Land­tages von Juli auf August verschoben wurde, werden wir uns in einem Brief an die Niedersächsische Atomauf­sicht nach den Gründen erkundigen. Am 8. August gibt es dann für alle die Möglichkeit, sich in der öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses aus erster Hand zu informieren.

Des Weiteren wurde auf der Regionalkonferenz von der Mitgliederver­sammlung des Rechtshilfefonds und den nächsten Klage-Schritten in diesem Sommer berichtet. Es wurde darauf verwiesen, dass 2017 mehrere Wah­len anstehen: die Landtagswahl am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen, die Bundestagswahl im Herbst und im Winter dann die Landtagswahl in Niedersachsen.

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Stillstand geht weiter: Steht Grohnde vor dem Aus?

(29.5.16/KS) Noch einmal wird ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben. Laut aktueller Presseinfo des Niedersächsischen Umweltministeriums plant E.on das Wiederanfahren nun am 13. Juni. Seit Beginn der Revisionsarbeiten Anfang April steht die Anlage jetzt still. Immer wieder wurde ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben mit der Begründung, die Arbeiten im Zusammenhang mit der beschädigten Nachkühlpumpe seien noch nicht abgeschlossen. Bliebe es tatsächlich beim aktuell angekündigten Termin, wäre der Reaktor dann rund zweieinhalb Monate außer Betrieb. Offensichtlich ist es ein äußerst komplizierter Vorgang, alle Metallteile, die sich an der beschädigten Pumpe gelöst haben, aus dem Primärkreislauf des Reaktors wieder herauszufiltern. Bleiben derartige Fremdkörper im Kreislauf zurück, können sie sich dort frei bewegen und Schäden mit unkalkulierbaren Ausmaßen verursachen. Der Primärkreislauf steht als Hauptkühlmittelkreislauf in Verbindung mit den Brennelementen, ist mit radioaktiven Stoffen hoch belastet und darf als geschlossenes System keine Radioaktivität nach außen freisetzen.

Diese Situation wirft einige entscheidende Fragen auf:

In welchem Betriebszustand des Reaktors haben sich die Metallteile von der Pumpe gelöst? Wie groß war zu dem Zeitpunkt die Gefahr von Folgeschäden? Ist es überhaupt technisch möglich, die gefährlichen Fremdkörper aus dem Hauptkühlmittelkreislauf restlos zu entfernen? Wie kann dieses hochkomplexe Kühlsystem bis in den letzten Winkel hinein auf Rückstände überprüft werden? Ist nicht jetzt, wo die unkalkulierbare Gefahr im Herzen des Reaktors lauert, der Zeitpunkt für die Atomaufsicht gekommen, das von diesem Schaden ausgehende Gefährdungspotential so einzustufen, dass ein Weiterbetrieb für immer auszuschließen ist?

Diese Fragen und die weitere Planung zum „Nie wieder anfahren“ will die Regionalkonferenz am Samstag, den 4. Juni in Hameln in einer öffentlichen Beratung besprechen. Bereits bei einer Protestaktion am 25. Mai ebenfalls in Hameln konnte auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht werden.

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Schluss mit der Flickschusterei – Grohnde muss endlich stillgelegt werden

(KS/11.5.16) Der alarmierende Befund einer ausgefallenen Kühlpumpe im AKW Grohnde zieht weitere Untersuchungen nach sich und wird die nun schon vier Wochen andauernde Stillstandsphase bis zum 5. Juni ausdehnen. Offensichtlich hat Umweltminister Wenzel in seiner Aufsichtsfunktion neue Anordnungen getroffen. E.on wird jetzt die vier im Primärkreislauf befindlichen Dampferzeuger und die zum Einsatz vorgesehenen Brennelemente prüfen.

Zwar begrüßen die Vertreter der Regionalkonferenz die atomaufsichtlichen Aktivitäten. Jedoch ersetzen die geplanten Überprüfungen nicht annähernd die dringend erforderlichen Maßnahmen bezüglich der anlageninternen Schwachstellen, schlummernder Defekte, alterungsbedingter Ausfälle und des unzureichenden Schutzes gegen Terrorgefahren von innen und außen.

Die grundsätzliche Gefahrensituation des AKW Grohnde bleibt somit bestehen, ein Unfall mit erhöhter radioaktiver Freisetzung ist nicht auszuschließen. Deshalb braucht es keine Scheinlösungen, die ein Gefühl von Sicherheit suggerieren. Es gibt nur eine Lösung für größtmögliche Sicherheit: Die sofortige Stilllegung.

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Ausgefallene Nachkühlpumpe im AKW Grohnde: Regionalkonferenz fordert von Minister Wenzel Sofortmaßnahmen im Notfallschutz

(KS/27.4.16) Als Konsequenz auf den Ausfall der Nachkühlpumpe hat Umweltminister Wenzel als Leiter der zuständigen Atomaufsicht jetzt umfangreiche Untersuchungen an dem Bauteil angeordnet [NMU-Presseinfo] . Das reicht den Vertretern der Regionalkonferenz jedoch nicht. Sie schickten gestern einen Brief an den Minister, in dem sie ihn aufforderten, unverzüglich Maßnahmen anzuordnen, die den anlageninternen Notfallschutz zu jeder Zeit voll gewährleisten.

Notfallschutzmaßnahmen sollen sicherstellen, dass bei einem schweren Ereignis gravierende Auswirkungen auf die Umgebung vermieden bzw. vermindert werden. Es gibt aber erhebliche Zweifel an deren Funktionsfähigkeit und Durchführbarkeit. Das stellte die Reaktorsicherheitskommission bei Sicherheitsüberprüfungen in Deutschen Atomkraftwerken unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima fest, und auch die Physikerin Oda Becker stellt in ihrer Schwachstellenanalyse zum AKW Grohnde das reibungslose Funktionieren der Notfallschutzmaßnahmen dort in Frage.

Durch den Alterungsprozess kommt es in Grohnde nun immer häufiger zu Störungen und Defekten in der Anlage, die oft nicht sofort entdeckt werden. So kann unter den gegebenen Voraussetzungen in einer Notsituation bereits ein vermeintlich harmloser Schaden unermessliche Auswirkungen haben. An dieser Stelle ist die Atomaufsicht gefordert, unverzüglich die entsprechenden Maßnahmen anzuordnen – bis hin zum Entzug der Betriebsgenehmigung!

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Revision im AKW Grohnde: Schon wieder Befunde!

(KS/21.4.16) Immer wieder werden bei den turnusmäßig stattfindenden Revisionsarbeiten im AKW Grohnde Störungen und Defekte festgestellt. Dieses Mal sind es Undichtigkeiten an Verschraubungen im Volumenregelsystem und eine von vier Nachkühlpumpen, die sich nicht einschalten lässt. „Auf einer Veranstaltung zum Thema Alterungsmanagement im Herbst 2014 behaupteten die Betreiber, mit ihren Überprüfungs- und Managementverfahren alles im Griff zu haben. Doch die Realität zeigt etwas anderes: Offensichtlich schlummern häufig Defekte in ihrer Anlage in Grohnde, die von keinem Kontrollsystem erfasst werden und somit mindestens bis zu den Revisionsarbeiten unentdeckt bleiben. Das ist besorgniserregend und muss die Niedersächsische Atomaufsicht endlich alarmieren, entsprechende Maßnahmen anzuordnen“, sagt Karsten Schmeißner von der Regionalkonferenz.

Dass in Grohnde etwas nicht stimmt, war erst aufgefallen, als zwei Tage nach dem geplanten Revisionsabschluss am 17. April noch immer kein Rauch über den Kühltürmen sichtbar war. Erst auf Nachfrage in Fachkreisen erfuhr die Regionalkonferenz von den Vorfällen. Und erst dann veröffentlichten e.on gestern (am 20.4.) und das NMU heute (am 21.4.) entsprechende Pressemitteilungen. Es heißt, dass die Arbeiten noch zwei Wochen andauern werden. „Es kann nicht sein, dass die Öffentlichkeit erst Tage später informiert wird. Die Bevölkerung hat das Recht, unmittelbar nach Bekannt werden solcher Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt zu werden,“ so Karsten Schmeißner weiter. Erinnert sei an die Beinahe-Katastrophe vom April 2014 im Französischen AKW Fessenheim. Erst jetzt, zwei Jahre später, ist es Journalisten gelungen, den Vorfall aufzudecken.

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Schwerer Zwischenfall im AKW Fessenheim aufgedeckt

(06.03.16/KS) Im April 2014 hätte es im dicht besiedelten Mitteleuropa zu einer Atomkatastrophe kommen können, als im französischen AKW Fessenheim Wasser in das Sicherheitssystem einbrach. Die Süddeutsche Zeitung und der WDR fanden heraus, dass es sich bei dem als harmlos gemeldeten Zwischenfall tatsächlich um ein sehr ernstes Ereignis handelte [tagesschau-Bericht].

Nachdem das eingedrungene Wasser für Ausfälle im Sicherheitssystem sorgte, konnte der Reaktor nicht ordnungsgemäß abgeschaltet werden, weil sich die Steuerstäbe im Kern nicht mehr bewegen ließen. Die Temperatur im Reaktorkern konnte mehrere Minuten nicht kontrolliert werden, weil es keine Informationen über die Regelung im Kern gab. Die Situation war so dramatisch, dass als Notbremse Bor in den Kern eingebracht wurde, um den Reaktor herunter fahren zu können – für Westeuropa ein einmaliger Vorgang.

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Klage gegen AKW Grohnde: Akteneinsicht beantragt

(17.1.16/KS) Im Oktober haben Anwohner am AKW Grohnde eine Klage gegen dessen Betriebsgenehmigung beim zuständigen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht. Im Mittelpunkt der Klageschrift stehen die Gefahren durch Flugzeugabstürze und Terrorangriffe, die geforderte Akteneinsicht soll Erkenntnisse für entsprechende Gutachten und das weitere Verfahren liefern.

Im März des vergangenen Jahres war ein Antrag auf Entzug der Betriebsgenehmigung an das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde voran gegangen. Dieser Antrag wurde vom Grünen Umweltminister Wenzel abgelehnt. Die Begründung im Ablehnungsbescheid entkräftet die berechtigte Sorge vor den vom AKW ausgehenden Gefahren nicht und ist deshalb für die Kläger nicht nachvollziehbar gewesen.

Angesichts der aktuellen Pannenserie in den belgischen AKW und den anhaltenden Terrorgefahren gewinnt diese Klage immer mehr an Bedeutung. Diese Aspekte können in einem solchen Verfahren nicht ignoriert werden.

Finanzielle Hilfe bekommen die Kläger vom Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. Mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende kann dieser Verein unterstützt und die Klage wirkungsvoll gefördert werden.

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Anwohner fordern Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März 2015 in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

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Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


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