Grohnde Kampagne
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Nächste Termin

  • Mittwoch, 20. Mai 2015, 19.00 - 21.00 Uhr                    
    Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.,
    Schwerpunkt Spendenkampagne
    Ab 20 Uhr: Infoveranstaltung zur Grohnde-Klage geplant
    Kulturzentrum Sumpfblume, Am Stockhof 2a, 31785 Hameln  [Anreise]
  • Freitag 22. Mai 2015, ab 14.00 Uhr
    Infostand zur Grohnde-Klage im Wendland, Atomanlagen Gorleben
    [Kulturelle Landpartie an den Atomanlagen Gorleben]
  • Samstag, 13. Juni 2015, 11.00 - 16.00 Uhr
    Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten
    Natur- und Umweltschutzzentrum (NUZ), Berliner Platz 4, 31758 Hameln

[mehr Termine] [ mehr Infos zur Regionalkonferenz ]

Sichere Lagerung für hochradioaktiven Atommüll? Weltweit keine Lösung in Sicht

(Detmold, 14.5.15/KS) Am Dienstag wurde in der Detmolder Filmwelt „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ aufgeführt. Mehr als 300.000 t hochradioaktiver Atommüll auf unserem Planeten müssen irgendwo sicher gelagert werden, und jedes Jahr kommen weitere 10.000 t dazu, heißt es in Edgar Hagens Film, bevor er sich auf eine sehr aufschlussreiche Suche begibt, an deren Ende gesellschaftliche Aspekte das zentrale Thema sind.

„Wie kann man angesichts dieser scheinbar aussichtslosen Lage noch ein einziges Kilogramm Atommüll produzieren“, lautete die Frage im Anschluss an den Film.

Vertreter der Regionalkonferenz aus Detmold und Blomberg hatten die Gelegenheit, dem Publikum die Grohnde-Klage und die von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden ins Leben gerufene Einwendungskampagne gegen das Nationale Entsorgungsprogramm der Bundesregierung vorzustellen und anschließend Spendengelder und Unterschriften zu sammeln.

Keine Fleißpunkte für Minister Wenzel

(Hannover/27.04.2015/D)  Vertreter der Regionalkonferenz Grohnde haben den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel heute im Rahmen einer Aktion vor seinem Ministerium aufgefordert, „endlich seinen atomrechtlichen Pflichten nachzukommen und die Maßnahmen anzuordnen, die erforderlich sind, um die im AKW Grohnde bekannten Schwachstellen und Sicherheitslücken zu beseitigen.“

Dazu erklärte Karsten Schmeißner (Klimaforum Detmold / Vorstand Rechtshilfefonds Grohnde):  Sehr geehrter Herr Minister, lieber Stefan Wenzel, bereits vor einem Jahr fand an dieser Stelle die Übergabe von mehr als 4000 Unterschriften statt. Mit ihrer Unterschrift haben diese in der Gefahrenzone lebenden Bürgerinnen und Bürger gefordert, das Atomkraftwerk Grohnde sofort stillzulegen, weil es nicht sicher ist. Die bei der vergangenen Revision aufgetretenen Defekte haben diese Menschen aufgeschreckt und ihre Sorge bestätigt." [Redetext Karsten Schmeißner als PDF]

In diesem Zusammenhang verwies Joachim Müller-Blanck (Vorstand Rechtshilfefonds Grohnde) auf die seit 2 Jahren vom NMU unbeantworteten Fragen der ToDo-Liste zur Beseitigung der Schwachstellen des AKWs. [Redetext Joachim Müller-Blanck als PDF]

Der Minister war nicht selbst zu der Veranstaltung gekommen, sondern ließ seinen Pressesprecher Zimmeck ein 29seitiges Papier verteilen, was er in den letzten zwei Jahren alles zu Grohnde gemacht habe. Dazu erklärt Peter Dickel, Braunschweig: „Die Anti-AKW-Bewegung verteilt keine Fleißpunkte, wir erwarten von der Atomaufsicht öffentlich nachvollziehbare Ergebnisse zu den offenen Frage. Das Ende der laufenden Revision wäre ein guter Zeitpunkt.“

Berichterstattung [RTL Nord] [HAZ und TAZ]

 

 


Anwohner wollen Entzug der Genehmigung des AKW Grohnde einklagen

Landespressekonferenz am 25. März in Hannover

 (25.3.2015/Hannover/Di) Anwohner aus Grohnde und Bodenwerder haben heute beim Nieder­säch­sischen Umweltminister beantragt, dem umstrittenen Atomkraftwerk Grohnde die Betriebsgenehmi­gung zu entziehen und angekündigt, dies sonst gerichtlich durchzusetzen. Die Antragsteller ver­weisen insbesondere auf die gewachsene Gefahr durch Einwirkungen von außen, beziehen sich aber auch auf die jahr­zehntelange Auseinandersetzung um die Schwachpunkte und Anfälligkeit der Anlage.

Rechtsanwalt Dr. Ulrich Wollenteit aus Hamburg, der die Antragsteller vertritt, sieht für das Vor­gehen durchaus gewachsene Chancen: „Das jüngst vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Urteil des Oberverwaltungsgerichts Schleswig zum Zwischenlager Brunsbüttel, mit dem die Ge­neh­migung der Anlage gekippt wurde, hat  die Schutzansprüche der Anwohner von Nuklear­anlagen im Zusammenhang mit terroristischen Angriffen nachdrücklich bestätigt. Die Gefährdung von Atomanlagen wegen möglicher terroristischer Angriffen wird zudem auch von den Sicherheits­behörden der Bundesrepublik bestätigt. Der  Atomverwaltung sind damit Handlungs­spielräume zugewachsen, die sie endlich sicherheitsgerichtet nutzen muss. Das gewachsene Terrorrisiko sowie die technischen Schwachstellen des Reaktors stellen für die Anwohner des Atomkraftwerks eine erhebliche Gefährdung dar. Deshalb muss die Genehmigung widerrufen werden.“

Rechtsanwalt Dr. Wollenteit hat bereits in der Vergangenheit mehrere Klageverfahren bezüglich der 2011 abgeschalteten alten Reaktoren begleitet und ist derzeit auch mit dem Greenpeace-Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung für das AKW-Brokdorf be­fasst.

Hans-Peter Leiding, 60, der mit seiner Familie in Sichtweite des Reaktors lebt, ist einer der bei­den Antragsteller / Kläger. Seit er Anfang der 90er Jahre nach Grohnde gezogen ist, habe sich viel verändert: Er verweist auf das Zwischenlager und die Anschläge vom 11. September 2011. Und, sagte Leiding: „So blicken meine Frau und ich heute mit wachsender Unruhe und Sorge auf dies graue Relikt einer vergangenen atomgläubigen Zeit.“ Er wolle trotz des bestehenden Ausstiegs­be­schlusses klagen, „weil eine zukünftige Bundesregierung angesichts chronisch leerer Staatskassen schnell auf die Idee kommen könnte, die AKWs zwecks Erhöhung der Entsorgungs-Rückstellungen doch länger laufen zu lassen. Ein Anliegen ist dem Gewerkschafter und aktiven Betriebsrat Leiding, dass sich seine Klage nicht gegen die Beschäftigten im AKW richte. Er regt deshalb eine gemeinsame „Kreativitätsinitiative“ von Kreis umd Gemeinden vor, um den notwendigen Strukturwandel im Weserbergland zu bewältigen.

Finanziert wird die Klage durch einen eigens eingerichteten Rechtshilfefond. Zur Absicherung haben bisher 23 Mitglieder eine Einlage von 1.000,- € gemacht, in den nächsten Monaten sollen dann zur eigentlichen Finanzierung 50.000,-€ gesammelt werden, erklärt Eckart Bretzke vom Vor­stand des Rechtshilfefond Atomerbe Grohnde e.V. Bretzke war Ende der 70er Jahre Gemein­de­pfarrer in Hameln-Tündern und hat die damalige Auseinandersetzung um den Bau der Anlage unmittelbar erlebt.

 

Risse in Belgien – AKW Grohnde auch betroffen?

(27.2.15/KS) 16.000 Risse im Stahl der Reaktordruckbehälter wurden bei aktuellen Untersuchungen an den Belgischen Atommeilern Doel 3 und Tihange 2 festgestellt. Beide Anlagen sind abgeschaltet. Ob sie jemals wieder ans Netz gehen können, ist fragwürdig. Jens Beus, Leiter der Belgischen Atomaufsicht FANC, zeigte sich aufgrund der offensichtlich unterschätzten Korrosionsaspekte sehr besorgt und warnte eindringlich alle Länder, die im Besitz von Atomreaktoren sind, dass es sich hierbei um ein weltweites Problem handele.

„Die hier aufgezeigte Problematik kann genauso gut den Reaktordruckbehälter des Atomkraftwerks Grohnde betreffen, denn der für den Behälter verwendete Stahl ist bereits während der Bauphase der Anlage veraltet und wegen seiner bekannten Rissempfindlichkeit sehr umstritten. Seit 30 Jahren ist Grohnde nun am Netz. Erst im letzten Jahr zeigten sich zahlreiche Defekte, die bei der vergangenen Revision sichtbar wurden und wohl schon länger in der Anlage schlummerten“, erläutert Karsten Schmeißner vom Anti-Atom-Bündnis „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“.

In einem Brief vom 19.2.2015 an den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel bringen Vertreter der Regionalkonferenz ihre große Sorge bezüglich dieser Ereignisse zum Ausdruck. Sie fordern ihn auf, unverzüglich die Abschaltung der Anlage zu veranlassen, eine auf den neuesten Analyseverfahren basierende Sicherheitsüberprüfung am Reaktordruckbehälter einzuleiten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen. Hier geht es nicht um einen harmlosen Defekt, sondern um mögliche Schäden in der Schutzhülle des Reaktorkerns, dem Herzstück dieser Anlage. Im Sinne der öffentlichen Sicherheit muss Minister Wenzel die Anlage sofort herunter fahren lassen“, so die Vertreter des Bündnisses.

Regionalkonferenz am 31.1.: Fukushima-Aktion Hannover

Vertreter/innen der Regionalkonferenz Grohnde

(6.2.15/KS) Am Samstag, den 31.1.2015 trafen sich regionale Gruppen aus dem Umkreis des AKW Grohnde in Hannover zum gemeinsamen Themenaustausch und  zur Vorbereitung des Fukushima-Jahrestages.

Konzept für den Fukushima-Jahrestag steht
Unter dem Motto „ Fukushima mahnt! – AKW Grohnde stilllegen!“ wird die Regionalkonferenz am Samstag, den 14.3. im Kulturzentrum Faust in Hannover anlässlich des vierten Fukushima-Jahrestages einen Informations- und Veranstaltungstag präsentieren. Dabei sollen tagsüber von 11 bis 18 Uhr in Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen die Themen „Aktuelle Lage in Fukushima“,  „Bestandsaufnahme Atommüll“ und „Klage gegen das AKW Grohnde“ vorgestellt werden. Gleichzeitig soll den Besuchern in einem separaten Infobereich die Möglichkeit geboten werden, sich mit themenbezogenen Materialien zu beschäftigen, wobei auch Kinder und Jugendliche mit einbezogen werden sollen. Um 13 Uhr ist eine kurze Fukushima-/Grohnde-Kundgebung am Küchengarten vorgesehen.
Abends ist ab 19 Uhr im gleichen Haus ein Live-Benefizkonzert mit den Bad Nenndorf Boys und Peace Development Crew, zwei ausgezeichneten Bands aus der Region, geplant.
Zum Abbau finanzieller Defizite vergangener Veranstaltungen der Regionalkonferenz soll ein Solidaritätsbeitrag von 15 Euro erbeten werden.

Grohnde-Klage
Beim zuständigen Rechtsanwalt Ulrich Wollenteit ist der erste juristische Schritt zur Einleitung der Klage gegen das AKW Grohnde in Auftrag gegeben worden: In einem Schreiben wird die Atomaufsichtsbehörde in Hannover aufgefordert werden, die Betriebsgenehmigung zurückzuziehen. Der Eingang dieses Antrags soll am 11.3., dem vierten Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, auf der Landespressekonferenz in Hannover bekannt gegeben werden.
Im weiteren Verlauf sind Veranstaltungen zum Anwerben neuer Mitglieder für den Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V., der die Klage unterstützt, und Einwerben von Spendengeldern geplant (Bielefeld, Herford, Detmold, Leese/Stadthagen).
Die Klageschrift wird etwa Mitte Juni eingereicht werden, wenn die Frist für den erwähnten Antrag abgelaufen ist.

Thema Atommüll – Tatsachen schaffen statt Konzepte entwickeln
Ein Exkurs zu diesem Thema führte zu dem Schluss, dass politische Entscheidungen im Umgang mit der hochbrisanten Atommüllproblematik weiter ausbleiben. Stattdessen werden reale Tatsachen geschaffen, die mit allgemein gültigen und gesellschaftlich getragenen Entscheidungen nichts gemein haben.
Verwaltungsverfahren legitimieren die Erweiterung von Atomanlagen, Stilllegungsverfahren versagen eine ausreichende Bürgerbeteiligung, Freigabepraxen führen zur Ausbreitung radioaktiver Materialien in die Umwelt und darüber hinaus versuchen die Atomkonzerne, den Atommüll zu verstaatlichen und gleichzeitig mit einer ganzen Reihe von Klagen auf dem Atomsektor den Staat unter Druck zu setzen.
An vielen betroffenen Standorten existieren regionale Initiativen, die Kräfte zehrende Auseinandersetzungen führen. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Zusammenarbeit dieser Gruppen zu stärken und ein gemeinsames Vorgehen zu fördern, um Kräfte zu bündeln und Energien freizusetzen.

Grohnde- / Fukushima-Jahrestag 2015 in Hannover

Bericht von der Regionalkonferenz am 22.11.2014 in Stadthagen

(Fr., 12.12.14/KS) Aus Anlass des 30. Jahrestages der Inbetriebnahme des AKW Grohnde und des 4. Jahrestages der Fukushima-Katasprophe plant die Regionalkonferenz für Samstag, den 14. März 2015 eine umfangreiche Veranstaltung im Kulturzentrum FAUST in Hannover.
Das Programm beginnt bereits am Freitag, dem 13. März mit einem Filmabend zu Uranmunition und kleineren Filmbeiträgen zum AKW Grohnde.
Für Samstag, den 14. März ist die Präsentation von Themenblöcken vorgesehen mit den Schwerpunkten AKW Grohnde und Technik der 80´er Jahre, Fukushima, Atommüll sowie Rechtshilfefonds und Grohndeklage. Für den Abend planen wir ein Benefizkonzert, bei dem wir zum Abschluss mit vielen Menschen gemeinsam feiern wollen. Die Spendeneinnahmen dienen dem Ausgleich offen stehender Auslagen vergangener Aktivitäten.

Am Mittwoch, dem 3.12.2014 findet in Hameln eine Konferenz zum "Alterungsmanagement in Atomanlagen" statt. Damit reagiert das niedersächsische Umweltministerium auf die massiven und anhaltenden Proteste während der vergangenen Revision. Teilnehmer aus dem Kreis der Regionalkonferenz wollen sich mit kritischen Fragen und Diskussionsbeiträgen zu den Revisionsschäden und der Schwachstellenproblematik des AKW Grohnde in den einmischen und konkrete Antworten einfordern.

Die zeitliche Planung des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde wird sich ein wenig verschieben, weil sich wegen noch offener persönlicher und rechtlicher Fragen nicht alle potentiellen Kläger endgültig entschieden haben. Der angekündigte Flyer kann deshalb noch nicht erscheinen. Zur zeitnahen Bewerbung in der Öffentlichkeit will der Vorstand aber vorab ein Infoblatt zu Angaben zur Klage und Aufgaben des Fonds erstellen. Die Fertigstellung des Flyers und die Spendenmobilisierung für den ersten Verfahrensschritt sind jetzt für Anfang Januar geplant.

Die nächste Regionalkonferenz findet am Samstag, dem 31. Januar, 11.00 - 16.00 Uhr in Hannover statt. Da es hierbei auch um die gemeinsame Veranstaltung am 14. März geht, sind alle Interessierten aus Hannover besonders eingeladen. Ort: ver.di-Höfe, Goseriede 10, 30159 Hannover.

Karsten Schmeißner (52) ist Mitglied im Gründungsvorstand des Rechtshilfefonds, vertritt das Klimaforum Detmold in der Regionalkonferenz und arbeitet in der Atommüllkonferenz und an der Bestandsaufnahme Atommüll mit.

Klagen, politische Gespräche und Aktionen gegen AKW Grohnde geplant

(Mo., 26.7.2014/Hameln/KS) Auf der „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ am vergangenen Samstag in Hameln wurde beschlossen, den „Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.“ in Form eines eingetragenen Vereins zu gründen. Mit diesem Fonds wird ein Kläger oder eine Klägerin unterstützt, der bzw. die in einem Prozess die Betroffenheit persönlicher Rechte geltend machen kann. Darauf basierend kann eine Klage gegen die Betriebsgenehmigung des AKW geführt werden. Ein potentieller Kläger signalisierte auf dem Treffen eine grundsätzliche Bereitschaft zur Klage, wobei nach seinen Angaben noch grundsätzliche Voraussetzungen zu klären sind.

Die offizielle Gründung des Rechtshilfefonds, an der mindestens sieben Personen mit einer Einlage von je 1000€ teilnehmen werden, findet am Mittwoch, 6. August 2014, um 18 Uhr in der Sumpfblume in Hameln statt. Die Einlagen der Mitglieder werden als Sicherheit einbehalten, während die Prozesskosten über Spenden finanziert werden sollen, um die Einlagen nach dem Prozess an die Mitglieder zurück zu führen. Alle an der Mitgliedschaft Interessierten sind herzlich zur Gründungsveranstaltung in Hameln eingeladen.  [Einladung]    [Satzungsentwurf]

Politischer Austausch mit zuständigen Behörden

Zur besseren Identifizierung politischer und behördlicher Zuständigkeiten und daraus ableitbarer konkreterer Forderungen wurde vereinbart, zukünftig den Austausch mit politischen Vertretern zu intensivieren. Ein vom Niedersächsischen Umweltministerium (NMU) geplanter Kongress zum Thema Alterungsprobleme in AKWs soll genutzt werden, um am Rande ein Treffen mit politischen Vertretern speziell zum Thema AKW Grohnde zu führen. Im Vorfeld dazu ist ein Gespräch mit dem Hamelner Landrat Bartels und einigen örtlichen MdL geplant, und das Thema Katastrophenschutz soll im Kreis Lippe wieder in den Fokus gebracht werden.

Aktionen zu Grohnde geplant

Eine zum Thema 30 Jahre AKW Grohnde geplante Ausstellungs- und Aktionskampagne wird aus zeitlichen Gründen erst ab Februar 2015 stattfinden. Die Kurzstellungnahme der Physikerin Oda Becker zu den Antworten des NMU auf die „30-Punkte-To-Do-Liste“ der Regionalkonferenz soll zur veröffentlicht werden. Eventuell wird in diesem Zusammenhang anlässlich der ersten Kritikalität im AKW Grohnde Anfang September eine Aktion stattfinden. ToDo-Liste (pdf)

Als nächster Termin für die Regionalkonferenz wird Samstag, der 20. September, 11 bis 16 Uhr festgelegt. Treffpunkt ist die Sumpfblume in Hameln.

Weitere kaputte Bauteile im Reaktorkern von AKW Grohnde gefunden - Fachgespräche am Freitag

(Mi., 21.05.2014/Di) Bei der Überprüfung des AKW Grohnde tauchen immer mehr Schäden auf. Nach dem Generator-Totalschaden Ende April und dem Fund eines ersten "Fremdkörpers" im Reaktordruckbehälter mußte Betreiber e.on jetzt einräumen, dass bei der noch nicht abgeschlossenen Überprüfung sogenannter Drosselkörper an 132 Brennstäben mindestens drei gebrochene Federn entdeckt worden seien. 

Während der für die Atomaufsicht zuständige Niedersächsische Umweltminister Wenzel (GRÜNE) am Dienstag vor der Presse Besorgnis äußerte und nach einem Bericht des Betreibers am Donnerstag über weitere Konsequenzen entscheiden will, spielt e.on alles als sicherheitstechnisch nicht relevant herunter und hält daran fest, das Kraftwerk solle am 20. Juni wieder ans Netz gehen. Gleichzeitig nehmen aber auch Stimmen zu, die eine endgültige Stilllegung des Reaktor fordern. Die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten lädt derweilen für Freitag zu einem Fachgespräch "Reaktorsicherheit und Atomaufsicht" mit der Physikerin Oda Becker nach Hameln [Einladung]. Weitere Aktionen werden geplant. Unterschriftensammlung Atomkraftwerk Grohnde sofort stilllegen !

Jetzt auch Probleme im nuklearen Teil der Anlagen

(Fr., 16-05-2014/18.30 Uhr) Nachdem im AKW Grohnde Ende April ein erheblicher Generatorschaden festgestellt wurde, sind jetzt bei weiteren Untersuchungen auch Probleme im nuklearen Teil der Anlage festgestellt worden: Im Reaktordruckbehälter des AKW wurden Fremdkörper entdeckt.  „Das bestätigt unsere Forderung an den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel, eine umfassende Sicherheits­überprüfung der gesamten Anlage zu veranlassen“, erklärt Peter Dickel für die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten. Für die nächste Zeit kündigen die AKW-GegnerInnen weitere Proteste an und bereits an diesem Wochenende beginnt eine Unterschriftensammlung Atomkraftwerk Grohnde sofort stilllegen !

 

Proteste und Auseinandersetzung gehen weiter

KritikerInnen am Anleger in Hameln


(Fr., 16-05-2014/Di) Nach dem Generatorschaden am Atomkraftwerk Grohnde reißen die Proteste nicht ab. Gestern demonstrierten KritikerInnen am Anleger in Hameln, wo auf dem Schiff Keisar Teile eines gebrauchten Generators aus dem AKW Phillipsburg auf die Weiterfahrt zum AKW Grohnde warten. Die soll vermutlich heute erfolgen, nachdem ein zweites Schiff mit weiteren Teilen eingetroffen sei. Damit die Schwere Last passieren kann, muss der Weser Wasser aus der Edertalsperre zugeführt werden. Das sei nicht unproblematisch für jetzt brütende Haubentaucher und andere Wasservögel, reklamieren Umweltschützer und kritisieren, dass Profit hier mal wieder vor Artenschutz gehe. An verschiedenen Orten laufen an diesem Wochenende jetzt Unter­schrif­tensammlungen an, den Reaktor in Grohnde jetzt endlich ganz still zu legen.

Niedersächsische Atomaufsicht muss jetzt endlich handeln und AKW Grohnde stilllegen !

(Mi., 30-04-2014/KONPress) Nach dem Generator-Schaden im Atomkraftwerk Grohnde fordern Kritiker jetzt, den Reaktor endlich stilllzulegen. „Jetzt muss das Niedersächsische Umweltministerium endlich handeln“, fordert Peter Dickel für die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten. Der Generator-Defekt ist ein durchaus ernstzunehmender Schaden, nicht auszudenken was hätte passieren können, wäre der Generator während des Leistungsbetriebes ausgefallen. Mit einem einfachen Komponententausch ist es jetzt nicht getan, erinnert sei an die Probleme beim AKW Krümmel 2007. „Wir fordern deshalb von der Niedersächsischen Atomaufsicht jetzt eine umfassende Sicherheitsüberprüfung des 30 Jahre alten Reaktors."
Das seit den 70er Jahren heftig umstrittene AKW, bei dessen Bau Stahl verwendet wurde, der schon damals nicht mehr zulässig war, fiel jahrelang als Störfallspitzenreiter unter den deutschen AKWs auf. Bereits zu seinem Amtsantritt hatte die Regionalkonferenz Umweltminister Wenzel Anfang März 2013 eine Liste mit 30 bis dato vom Betreiber nicht erfüllten Anforderungen und Auflagen überreicht. [ToDo-Liste] (pdf)  [Hintergrund ]

 

 +  Breaking News:  Generatorschaden im AKW Grohnde +

(Di., 29-04-2014/Di) Während der Revisionsarbeiten im Atomkraftwerk Grohnde ist heute ein Millionenschaden am Generator festgestellt worden. Bis zum Austausch des Generators kann der Reaktor nicht wieder in Betrieb gehen. Wie lange das dauern kann ist offen, bisher ist die Rede von "einige Wochen länger als geplant". Der Reaktor war am vergangenen Freitag planmässig abgeschaltet worden, um die jährlichen Instandhaltungs- und Putzarbeiten durchzuführen und einen Teil der Brennelemente auszutauschen. Dabei sollen auch wieder besonders gefährliche Plutonium-MOX-Brennelemente eingesetzt werden. Mit einer Mahnwache hatten Gruppen der Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten am vergangenen Samstag gefordert: Endlich abschalten !  -  Erste Reaktion heute: Gut das der Defekt nicht im laufende Betrieb eingetreten ist.

 + Breaking News:  Generatorschaden im AKW Grohnde +

Video von der Mahnwache:

Es reicht ... from scitem/Ramaswamy on Vimeo.

AKW Grohnde: Mahnwache zum Tschernobyl-Jahrestag

Ort der Tschernobyl Mahnwache am 26.04.2014
Größere Karte: Klick auf das Bild

Samstag, 26. April 2014,
11.00 – 12.30 

Ausgerechnet für den Tschernobyl-Jahrestag am kommenden Samstag hat e.on den Beginn der jährlichen Revisionsarbeiten angekündigt, bei denen wiederum Plutonium-MOX-Brennelemente in den Reaktor eingesetzt werden sollen.

Dagegen fordern wir: Endlich abschalten ! - Der umstrittene Reaktor hatte von Anfang an gra­vie­rende Mängel und war jahrelang Störfallspitzenreiter in Deutschland. Auch 28 Jahre nach Tschernobyl ist das AKW Grohnde noch immer nicht hinreichend gegen Hochwasser und Erdbeben ausgelegt. Und auch ein Jahr rot/grün in Niedersachsen hat nichts an dem laxen Umgang der Atomaufsicht mit dem Betreiber geändert. Niedersachsen bleibt Super-GauLand.

Wir informieren über die aktuellen Probleme, die Auseinandersetzung mit Atomaufsicht und Betreiber und die Überlegung, gegen den Betrieb des AKW Grohnde zu klagen.
Kommen und mitmachen kann Jede/r. Am Samstag z.B. beim „Buchstaben-Ballet“, bei dem wir mit großen Buchstaben auf Schutzanzügen fordern: ENDLICH ABSCHALTEN !


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"AKW Grohnde abschalten" wird ca. monatlich verschickt.


Regionalkonferenz Grohnde am Samstag in Bielefeld

Für nächsten Samstag, den 12. April, 11.00 Uhr sind alle Interessierten ganz herzlich zur Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten nach Bielefeld in die Bürgerwache, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld eingeladen. Und was gibt es zu bespre­chen ? - Ganz wichtig: Zum Auftakt der jährlichen Revision (Betriebsunterbrechung zum Putzen, Prüfen, Instand­setzen und Brennelementwechsel) im AKW Grohnde ist für Samstag, den 26. April ein Mahnwache vor dem AKW ge­plant. Mit dabei der SuperGAUL, das gemeinsame Symbol der niedersächsischen Atom-Standorte. Weitere Themen sind landespolitische Initiativen, das Verhältnis von Atomausstieg und Energiewende und die aktu­elle Diskussion um den langfristigen Umgang mit Atommüll.

Landespolitik:   Seitens der Regionalkonferenz und z.T. in Zusammenarbeit mit den anderen Niedersächsischen Atom-Standorten gab im im vergangenen Jahr eine Reihe Versuche, mit dem amtierenden Umweltminister Wenzel (GRÜNE) einen konstruk­tiven Dialog um Sicherheitsfragen zu führen. Das Ergebnis war eher bescheiden, der gemeinsame Eindruck: Eine verschärfte Atomaufsicht gehört nicht zu den Prioritäten des Ministers. Gleichwohl soll es im Mai ein weiteres Gespräch geben, u.a. über die Sicherheitsüberprüfungen bei den niedersächsischen AKWs.

Atomausstieg und Energiewende:   Im November und März demonstrierten ziemlich viele Menschen unter dem Motto „Sonne und Wind – statt Fracking, Kohle und Atom – Energiewende retten“. Auch Gruppen aus der Regionalkonferenz beteiligten sich. Für den 10. Mai ist eine Demonstration „Die Energiewende darf nicht kentern“ in Berlin geplant. Um welche Energiewende geht es und wie verhalten sich die Auseinandersetzung um Atomenergie und Energiewende zueinander ?

Atom-Müll-Diskussion:   Mit einem Standort-Auswahlgesetz hat sich die Bundespolitik auf den Weg gemacht, bis 2031 einen Standort „haupt­sächlich für hochaktiven“ Atommüll zu finden. Zunächst soll eine Kommission bis Ende 2015 das Gesetz „evaluieren“ und Kriterien festlegen. Umweltverbände und Initiativen halten das für ein untaugliches Vorgehen, werden sich an der Kommission nicht beteiligen und haben eigene Aktivitäten angekündigt. Bericht und Diskussion.
Außerdem gibt es natürlich Berichte aus allen anwesenden Gruppen und Orten und jede Menge aktuelle Infos.

Organisatorisches:  Rund um die Bürgerwache ist es zuweilen schwer aber nicht unmöglich, einen Parkplatz zu finden. Für Getränke und Essen wird gesorgt, um dem Bedarf gerecht zu werden, meldet euch unter gbrunsperger@t-online.de 

Leese: Bürgerinitiative Strahlenschutz wird gegründet

(Di., 18-02-14) Am kommenden Montag, dem 24. Februar um 19.00 Uhr soll im Gasthaus Pirandello in Leese (Kreis Nienburg) eine Bürgerinitiatve Strahlenschutz gegründet werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Aus Sorge um die Belastung durch radioaktiven Atommüll, den die Landessammelstelle und die Firma Eckert und Ziegler (Braunschweig) in Leese lagern, gab es ein Vorbereitungstreffen zur Gründung einer Bürgerinitiative in Leese. Der Initiativkreis besteht aus Bürgern aus Leese und den  angrenzenden Regionen, darunter Personen aus Petershagen, Loccum, Münchehagen, Stolzenau, Landesbergen und Nienburg. Mitglieder der BI „Stoppt den Giftmüll“ waren auch dabei und sicherten ihre Unterstützung zu. Die Bürgerinitiative wird sich mit Themen wie Strahlenschutz, Transparenz und Aufklärung auseinandersetzen. Für grundlegende und aktuelle Informationen wird es in Zukunft eine Homepage geben. Am 24. Februar um 19.00 Uhr im Gasthaus Pirandello, Loccumer Straße Nr. 35 in Leese soll die Bürgerinitiative jetzt gegründet und das weitere Vorgehen besprochen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger, die mitwirken wollen, sind herzlich eingeladen.

Detmold: Vorstellung der Bestandsaufnahme Atommüll

Ursula Schönberger, Heinrich Mühlenmeier, Karsten Schmeißner

(Di.,18-03-14/LW) Rund 50 Leute kamen am gestrigen Montag auf Einladung der Stadt Detmold, der lippischen Landeskirche und des Klimaforums Detmold ins Landeskirchenamt, wo Ursula Schönberger die Bestandsaufnahme Atommüll vorstellte. Fazit: Auch ohne laufendes AKW in Nordrhein-Westfalen hat das Land enorme Probleme mit Atomanlagen. Gronau, Jülich, Hamm-Uentrop sind hier die Wegmarken, die in Richtung Mauschelei, Vertuschung und unverantwortlichem Umgang mit radioaktiven Stoffen weisen. „Es klemmt und kneift an allen Ecken und Enden“, so das Fazit vom Moderator der Veranstaltung Heinrich Mühlenmeier (Bild: Mitte), dem Umweltbeauftragten der Lippischen Landeskirche. In der anschliessenden Diskussion wurden Vernetzung und das Benennen von Verantwortlichkeiten und Verantwortlichen als Voraussetzung für nötige Veränderungen angesprochen. Terminhinweise, u.a. auf die Fukushima- Demo in Jülich am 08.03. rundeten die Veranstaltung ab.

 

Ein Jahr rot/grün: Niedersachsen bleibt Super-GAULand

(Mo., 20-01-2014) Eine bittere Bilanz der rot/grünen Atompolitik in Niedersachsen haben AKW- GegnerInnen aller niedersächsischen Atomstandorten am Montag vor dem Umweltministerium in Hannover gezogen. Ein Jahr nach der Landtagswahl hatten sie sich mit einem skelletierten Niedersachsen Ross, einem löchrigen AKW und vielen gelben Fässern vor dem  Ministerium aufgebaut und Minister Wenzel zur Zeugnisausgabe eingeladen. „Das bittere Resümee ist, dass sich im vergangenen Jahr nichts Substanzielles verändert hat“, sagte Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft."

„Bundespolitisch haben sich SPD und Grüne Mitte 2011 mit der Stilllegung von acht AKWs begnügt. Damit wächst der Atomaufsicht durch die Länder jetzt die Aufgabe zu, beim Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und im Umgang mit dem Atommüll die Konsequenzen aus Fukushima zu ziehen“. Darum haben die Niedersächsischen Standort-Initiativen im vergangenen Jahr begonnen, ihr landespolitisches Vorgehen zu koordinieren und gemeinsam Druck zu machen.

Katze aus dem Sack: Eckert & Ziegler will in Leese bauen

(Mi., 18-12-2013 / Di) Von einer Bürgerversammlung war schon vorher die Rede, aber worum es eigentlich gehen sollte, wurde erst durch eine Randnotiz in der örtlichen Zeitung tags zuvor klar: Der Niedersächsische Umweltminister Wenzel würde persönlich teil­nehmen, stand da in der „Harke am Sonntag“ um unter dem Titel: "Zwischenlager Leese - Optimierung für die La­ge­rung radioaktiver Altabfälle der Landessammelstelle Niedersachsen" zu informieren. Immerhin kamen trotz der kurzfristigen Ankündigung etwa 80 Bürger und Bürgerinnen. Seit Juni diesen Jahres hatte ein kaputtes Fass Sorgen bereitet und für zahlreiche Spekulationen gesorgt. Belastbare Infos gab es dagegen nicht. Jetzt wurde die Katze aus dem Sack gelas­sen: Um die Fässer in Zukunft sachgemäß untersuchen zu können, will die das Zwischenlager betrei­bende Firma Eckard & Ziegler (EZN) eine neue Halle bauen. Es wurde betont, dass es keine Erhöhung der Strahlen­aktivität gemäß der Ge­neh­migung geben würde. Dass EZN bislang allerdings erst 10% ihrer Genehmigung für Strahlenaktivität nutzt, wurde erst so nach und nach klar, als die Anwesenden die ca. 10 Offiziellen aus Umwelt­ministerium, Gewerbeaufsichtsamt, der Gemeinde und einem Mitarbeiter der Betreibergesellschaft mit ihren Fragen löcherten. [ weiterlesen ]

Innenminister nehmen tausende Strahlenopfer in Kauf !

(Mi., 04-12-2013 / Di)  Es sei ein Skandal, dass die zuständigen Innenminister auch mehr als 2 1/2 Jahre nach Fukushima noch keine Konsequenzen für den Katastrophenschutz in Deutschland gezogen haben, haben Bürgerinitiativen von Atomstandorten aus ganz Deutschland und Verbände heute bei einer Kundgebung und Pressekonferenz anläßlich der Innenministerkonferenz in Osnabrück festgestellt und eine drastische Ausweitung des Katastrophenschutzes bei Atom- Katastrophen gefordert. "Mit den bisherigen kleinräumigen Schutzzonen nehmen die Innenminister fahrlässig tausende Strahlenopfer in Kauf", erklärte Dr. med Angelika Claußen, von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW.  [Weiterlesen bei der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD]

30. November: Energiewende-Demo in Berlin

An der Energiewende-Demo am 30.11. in Berlin haben sich auch Gruppen aus der Regionalkonferenz "AKW Grohnde abschalten" beteiligt und waren mit einem gemeinsamen Infostand auf dem Washington-Platz präsent. "War anstrendend, aber hat viel Spaß gemacht", kommentierte Joachim Müller-Blanck aus Gehrden und schickte - wie auch Walter Meutzner aus Detmold - Fotos und ein Video. Außerdem merkt er an: „Es waren auch einige am Stand die fragten, ob nächstes Jahr wieder eine Katastrophenschutzaktion geplant ist.“ Eine Frage, mit der sich die Regionalkonferenz dann am 14. Dezember in Hameln beschäftigen wird.

Bestandsaufnahme Atommüll erschienen

Im September ist die Bestandsaufnahme Atommüll der Atommüllkonferenz im Buchhandel erschienen. Auf 272 Seiten und einer beigefügten farbigen A1 Karte zeigen die AutorInnen, wo überall in Deutschland der Atommüll liegt:  "Der Bund sagt, wir hätten ein Atommüllproblem. Wir haben uns umgesehen und nicht ein, sondern tausende Atommüll-Probleme im ganzen Land gefunden", resümiert Autorin Ursula Schönberger. Das Buch kann im im Buchhandel (ISBN 978-3-00-043228-6) oder im Webshop der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. bestellt werden. Oder einfach per eMail an bestandsaufnahme(ätt)atommuellkonferenz.de . Für Informationsveranstaltungen und Fachdiskussionen steht die Autorin gerne zur Verfügung.

 

Veranstaltung am 14.11.2013 in Stadthagen
Veranstaltung am 14.11.2013 in Stadthagen

Bericht von der Regionalkonferenz im Oktober

Strahlentod begrüßte Umweltminister

Am Samstag, dem 12. Oktober, traf sich die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten in der Alten Polizei in Stadthagen und wie immer waren alle Interessierten herzlich eingeladen. Die letzten Aktionen (Tanz auf dem Vulkan am 17. August in Empelde bei Hannover und die Sternfahrt zum AKW Grohnde am 7. September) wurden ausgewertet, außerdem stehen schon die nächsten Aktivitäten ins Haus: Am kommenden Dienstag, dem 15. Oktober, treffen sich VertreterInnen von den Niedersächsischen Atom-Standorten mit dem Niedersächsischen Umweltminister Wenzel (GRÜNE), um eine landespolitische Anti-Atom-Agenda zu diskutieren. Letzten Samstag war Herr Wenzel übrigens Gast beim Treffen der niedersächsischen Grünen Jugend in Stadthagen. Das Anti-Atom-Bündnis Schaumburg hies ihn Herzlich Willkommen (Foto). 
Auf Anregung der Regionalkonferenz wird es am 16. November eine gemeinsame Aktion mit den AKW-Standorten Grohnde und Lingen (Niedersachsen), Grafenrheinfeld und Ohu/Isar in Bayern, sowie Neckarwestheim und Philippsburg in Baden-Württemberg geben. An diesen Standorten sollen um 5 vor 12 Luftballons aufsteigen und deren Ausbreitung auf einer gemeinsamen Karte im Internet dokumentiert werden. Ziel ist dann nicht, dass möglichst viele Menschen zum Start zum AKW kommen, sondern dass möglichst viele Menschen im ganzen Bundesgebiet darauf achten, wo die Ballons ankommen, um so die mögliche Ausbreitung von Radionukliden bei einer Katastrophe zu untersuchen. 

Berichte von der (Fahrrad)Sternfahrt im September

[Fotos/Videos: flickr | publiXviewing]

Berichte:

AKW Grohnde: Der Protest geht weiter,
Weserbergland-Nachrichten (Artikel+Video)

Sternfahrt und Protest am AKW Grohnde, Leserbrief

Lokalzeit OWL, WDR, Sternfahrt ab Minute 15:40

Sternfahrt zum Atomkraftwerk Grohnde,
Mindener Rundschau

AKW-Gegner machen mobil, DeWeZet

[Ablauf+Programm]  [Der Weg ist das Ziel - Karte]

Sternfahrt kommt am Camp an.

Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013:

Rund 20.000 Menschen gegen AKW Grohnde

Presseerklärung 9.3.2013

Rund 20.000 Menschen haben sich heute aus Anlaß des Fukushima Jahrestages trotz widriger Witterung allein an der Katastrophen-Simulation rund um das AKW Grohnde beteiligt. Es war eine der größten Demonstrationen gegen das Kraftwerk überhaupt.
 
An weit mehr als 200 Punkten entlang der 380 km langen Strecke rund um ein angenommenes Evakuierungsgebiet fanden Flüchtlingstrecks statt, standen Dekontaminierungsstationen, beteiligten sich Landwirte und Kirchengemeinden an der Aktion. Bereits morgens um 09.00 Uhr waren Fahrzeugkonvois aus Hameln und anderen Orten zur Evakuierung aufgebrochen. In größeren Städten fanden geschlossene Menschenketten statt.

Zum Abschluß finden um 14.00 Uhr Kundgebungen in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Detmold, Minden und Stadthagen statt.

"Angesichts dieser Aktion kann niemand mehr sagen, das Thema Atomenergie sei erledigt. Wir wissen, große Katastrophen sind möglich, der Schutz davor nicht. Das muss Konsequenzen haben", sagt Peter Dickel für die Veranstalter. "Natürlich lassen unsere "Flüchtlingstrecks", "Dekontaminationsstationen" und andere Aktionen nur erahnen, wie es wäre, wenn die Katastro­phe wirklich eintritt. Es wäre Aufgabe der Politiker, die den Betrieb der Atomkraftwerke verantwor­ten, solche Katastrophen­schutz­übungen in einem realistischen Umkreis von bis zu 170 KM unter Einbeziehung der Bevöl­kerung durchzuführen."

Bereits am vergangenen Montag hatten VertreterInnen der Regionalkonferenz AKW-Grohnde abschalten dem neuen Niedersächsischen Umweltminister Wenzel diese und weitere Forderungen präsentiert. Dazu gehört, den geplanten Einsatz von Plutonium-MOX-Brennelementen in Grohnde zu verbieten und eine Überprüfung der Reaktorsicherheit, insbesondere des Reaktordruckbehälter, nach Stand von Sicherheit und Technik.

Am 19. März 1977 demonstrierten rd. 15.000 Menschen gegen den damals noch im Bau befindlichen Reaktor, am Ostermontag 2011 kamen unter dem unmittelbaren Eindruck von Fukushima 20.000 Menschen zusammen.

Weitere Aktionen finden heute im Bundesgebiet in Gundremmingen, Neckarwestheim und Gronau statt, in der französischen Hauptstadt Paris findet eine Menschenkette statt.

Peter Dickel      0531 - 89 56 01   dickel(ätt)ag-schacht-konrad.de

Regionalkonferenz "AKW Grohnde abschalten"
www.grohnde-abschalten.de   und   www.grohnde-kampagne.de

9. März 2013 - um das AKW Grohnde

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rufen wir für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. Mit vielen Aktionen und Menschen wollen wir im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor zeigen, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen fordern. Ab 11 Uhr Ankommen an den Streckenpunkten. 12.05 bis 12.50 Uhr Aktions- und (Teil-) Menschenketten entlang der ganzen Strecke auf Fuß- und Radwegen. Die Teilstrecken, wo Menschenketten auf der Fahrbahn stattfinden, sind den entsprechenden Streckenpunkten bekannt.

Stell dir vor... Riss im AKW Grohnde

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


aktuell: 202 Strecken- und Evakuierungspunkte


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

Bequemer läßt sich die Karte nutzen, wenn sie zuerst größer angezeigt wird. Dann sind am linken Rand alle Streckenpunkte aufgelistet und es kann mit der Such-Funktion des Browsers nach einem Stichwort gesucht werden. Durch die große Anzahl der Streckenpunkte ist diese Liste inzwischen auf zwei Seiten verteilt. Am Ende der Liste geht's weiter zu Seite 2.

Durch einen Doppelklick in die Karte oder mit den Plus-/Minus-Symbolen oben links auf der Karte, wird der entsprechende Bereich vergrößert oder verkleinert (zoom). Da manche Streckenpunte dicht beieinander liegen, werden einige erst sichtbar, wenn näher an den Bereich heran-gezoomt wurde.

Durch Anklicken der Symbole (grüne Streckenpunkte, Sonnen-Symbole für Abschluss-Kundgebungen, u.a.) werden die dort stattfindenden Aktivitäten angezeigt.

Und hier gibt es eine tabellarische Übersicht der bisher bekannten Streckenpunkte (pdf).